Telefonbetrug: Englischsprachige Fake-Anrufe im Namen der Polizei

Ein neue Betrugsmasche macht die Runde: In englischer Sprache fordern vermeintliche Angestellte der Polizei ihre Opfer am Telefon dazu auf, aufgrund einer Ermittlung persönliche Daten bekanntzugeben.

Nebeneinander liegende Holzwürfel ergeben den Schriftzug FRAUD
Achtung Telefonbetrug. Foto: AdobeStock

Die Meldestelle des Rufnummernmissbrauchs verzeichnet seit Kurzem einen Anstieg an Anrufen ausgehend von einer vermeintlichen Polizeistelle. Bei dem Fake-Anruf geben sich die Kriminellen in englischer Sprache als „Federal Police“ beziehungsweise „Austrian Police Department“ aus. Eine computergenerierte Frauenstimme informiert die Betroffenen darüber, dass ihre persönlichen Bankkontodaten im Zusammenhang mit einer Straftat aufgetaucht sind. Für weitere Informationen soll die Ziffer 1 gedrückt werden. Die Opfer werden anschließend dazu aufgefordert, einen Geldbetrag auf ein bestimmtes Konto einzuzahlen beziehungsweise persönliche Informationen wie Adresse oder Bankverbindung mitzuteilen. Die Behörden empfehlen den Betroffenen, in solchen Fällen umgehend aufzulegen und die Telefonnummer zu blockieren.

Achtung

Wer derartige Anrufe erhält, sollte sofort auflegen beziehungsweise den Kontakt abbrechen. Auf keinen Fall sind persönliche Informationen preiszugeben oder anderen Forderungen Folge zu leisten.

Derartige Fake-Anrufe sind in den letzten Jahren immer häufiger geworden. Sie haben zum Ziel, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen den Opfern sensible Daten zu entlocken. Diese werden in weiterer Folge missbräuchlich verwendet und können finanzielle Schäden verursachen – beispielsweise durch den Bestellbetrug (Produkte werden zum Verkauf angeboten, die es gar nicht gibt). In manchen Fällen versuchen die Kriminellen die angerufenen Personen auch dazu zu verleiten, Schadprogramme herunterzuladen. Diese Schadprogramme sind jedoch häufig darauf spezialisiert, Anmeldedaten und Kontoinformationen vom Computer der Userin oder des Users abzugreifen. Auch wer nicht auf den Betrugsversuch hereinfällt, sollte die Polizei (Telefonnummer 133) über derartige Fake-Anrufe informieren und Anzeige erstatten. Hierdurch haben die Behörden die Möglichkeit, das Ausmaß der Betrugsmasche zu erfassen.

Hinweis

Auch betrügerische SMS von vermeintlichen Paketdiensten zum Paketlieferstatus können zur Gefahr für Konsumentinnen und Konsumenten werden. In unseren Artikel „Betrugsvarianten mit falschen SMS zum Lieferstatus von Paketen“ finden Sie relevante Infos zur Betrugsmasche.

Tipps gegen Fake-Anrufe

  • Sofort auflegen und Telefonnummer blockieren.
  • Keine persönlichen Daten preisgeben und keinen Anweisungen Folge leisten.
  • Polizei anrufen und Anzeige erstatten.

Für die betrügerischen Anrufe werden, wie in diesem Fall, häufig gefälschte österreichische Telefonnummern verwendet. Betroffene sollten sich daher nicht von der angezeigten Telefonnummer am Handydisplay täuschen lassen. Auch Personen, die nicht im Telefonbuch eingetragen sind, können solche Fake-Anrufe erhalten. Kontaktdaten werden nicht selten im Rahmen eines Cyberangriffs von Unternehmen gestohlen und dann für kriminellen Zwecke missbraucht.

Hinweis

Im Zweifelsfall können Betroffene die Meldestelle für Rufnummernmissbrauch kontaktieren. Die im Rahmen einer Betrugsmasche gemeldeten Telefonnummern werden von der Meldestelle dokumentiert und gelistet.

Letzte Aktualisierung: 9. Februar 2022

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria