Cybercrime Kriminalitätsentwicklung 2012 bis 2024
Nach Jahren des Anstiegs der österreichweiten Anzeigen wegen Cybercrime sank die Anzahl 2024 erstmals seit langem. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr lag bei etwas über 5 Prozent, auf nunmehr 62.328 Anzeigen (2023: 65.864 Anzeigen, bisheriger Höchstwert). Rund 31,7 Prozent der Straftaten wurde aufgeklärt.
Generell lassen sich zwei Arten von Kriminalitätsformen im Bereich des Internets unterscheiden: Cybercrime im engeren Sinn, also kriminelle Handlungen, bei denen direkte Angriffe auf Daten oder Computersysteme unter Verwendung der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) begangen werden. Solche Straftaten sind gegen die Netzwerke selbst oder aber gegen Geräte, Dienste oder Daten in diesen Netzwerken gerichtet. Die zweite Art sind Cybercrime-Straftaten im weiteren Sinn. Das sind konventionelle Straftatbestände, bei denen die IKT als Tatmittel sowohl zur Planung, Vorbereitung oder für die Durchführung der Straftat eingesetzt wird. Hierzu zählt auch der Internetbetrug. Dabei handelt es sich um die bedeutendste Gruppe dieser Kategorie. Dabei kommen digitale Tools für die Begehung von Betrugsdelikten wie etwa Bestell- oder Anlagebetrug zum Einsatz. Hier setzt das Bundeskriminalamt (.BK) laut Eigenangaben einen Schwerpunkt und der Fokus liegt bei betrügerischen Bestellungen über das Internet etwa via Österreichischer Online-Händler.
Internetbetrug
Die Zahl der Anzeigen wegen Internetbetrugs ist um 6,75 Prozent von 34.069 (2023) auf 31.768 (2024) Anzeigen gefallen. Dabei handelt es sich um den ersten Rückgang seit Jahren, wobei der Wert von 2023 auch den bisherigen Höchstwert markiert. Diese Zahlen der letzten Jahre veranschaulichen dennoch eine starke Zunahme der Delikte im Cybercrime-Bereich.
Aufklärungsrate
Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Anzahl der aufgeklärten Straftaten aus dem Cybercrime-Bereich konstant, von 20.818 (2023) auf 19.785 (2024). Das ist ein Rückgang in der Höhe von 5 Prozent. Die Aufklärungsquote für das Jahr 2024 liegt jedoch bei 31,7 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr (2023). Generell ist beim Thema Cybercrime jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Demzufolge werden viele Fälle gar nicht erst zur Anzeige gebracht.
- Datenquelle:
Bundeskriminalamt (BK)
Cybercrime Report 2024
Cybercrime Report 2023
Cybercrime Report 2022
Cybercrime Report 2021
Cybercrime Report 2020
Cybercrime Report 2019
Cybercrime Report 2018
Cybercrime Report 2017
Cybercrime Report 2016
Cybercrime Report 2015
Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria