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16.03.2020 Corona-Situation: besser kontaktlos zahlen

Mit „Apple Pay“, der „Bankomatkarte mobil“ oder „bluecode“ können Sie einfach sowie kontaktlos an Bezahlterminals bezahlen und an unterstützten Geldautomaten Geld abheben. Gleichzeitig senken Sie damit die Anzahl von Fingerkontakten.

Digitale bzw. mobile Zahlungsmöglichkeiten erhalten vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Situation nachdrücklich Aufmerksamkeit. 

Gebrauchen Sie kontaktlose Bezahlmethoden

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreichs zentralen Einrichtungen und bei Betreibern wesentlicher Dienste leisten Außergewöhnliches für die Österreichische Bevölkerung. Es sollte vermehrt ins Bewusstsein gerufen werden, dass wir alle Beiträge leisten können, die Risiken bei unausweichlichen Bezahlvorgängen sowohl für die unermüdlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für jeden Einzelnen beträchtlich zu senken.

Es gilt, vermeiden Sie Fingerkontakte beim Austausch von Bargeld für Ihre Besorgungen, um die Menschen, die täglich für Ihre Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern und Produkten bzw. für Ihre Gesundheit oder erforderliche Dienstleistungen kämpfen, zu unterstützen. Ganz besonders einfach ist das möglich, wenn Sie diese Menschen freiwillig unterstützen, durch die Verwendung mobiler Zahlungsmethoden wie Apple Pay, „Bankomatkarte mobil“ oder bluecode. Damit senken Sie nicht nur die Risiken für diese Menschen, die sich für Sie einsetzen, sondern auch für sich selbst, nämlich weil Sie Fingerkontakte erkennbar senken.

Wie können wir die Risiken für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für uns selbst bei notwendigen Bezahlvorgängen reduzieren?

Nicht nur ausgehend von technologischen Entwicklungen aus dem Bereich der Digitalisierung zur Beschleunigung von Bezahltransaktionen sind mobile Zahlungsmethoden ausgesprochen hilfreich. Die Digitalisierung hilft, wo es möglich ist. Auch eignen sich sogenannte kontaktlose bzw. Smartphone-basierte Zahlungsmöglichkeiten dazu, Fingerkontakte zu NFC-fähigen Bezahlterminals oder zu unterstützten Geldautomaten erheblich zu reduzieren.

Vergessen Sie allerdings keinesfalls darauf, Ihr Smartphone regelmäßig gemäß seiner Spezifikation zu reinigen bzw. vorwiegend dieses regelmäßig zu desinfizieren, sonst ist der positive Effekt wesentlich geringer oder kann sich sogar umkehren.

Welche Smartphone-basierten, digitalen Bezahllösungen sind in Österreich relevant?

In Österreich sind vorwiegend zwei kontaktlose Bezahllösungen verbreitet. Nämlich einerseits „Apple Pay“ (derzeit ausschließlich für iOS z.B.: iPhone, iPad, Apple Watch) und andererseits die „Bankomatkarte mobil“ (derzeit ausschließlich für Android). Nutzbar sind die beiden Lösungen, um Bezahltransaktionen an Bezahlterminals (sog. POS-Terminals wie beispielsweise in Apotheken, Supermärkten, Tankstellen oder Trafiken) und an unterstützten Geldautomaten („Bankomaten“ bzw. „ATMs“) Bargeldbehebungen mittels NFC-Schnittstelle durchzuführen. Das reduziert die Anzahl von Fingerkontakten bei notwendigen Käufen, weil PIN-Codes seltener oder gar nicht mehr eingegeben werden müssen.

Wann ist mit „Apple Pay“ bzw. der „Bankomatkarte mobil“ weniger bzw. kein Fingerkontakt notwendig?

Kein Fingerkontakt zu Fremdgeräten bei „Apple Pay“. Bei „Apple Pay“ ist ein Fingerkontakt zum Terminal bzw. zum Geldautomaten nicht erforderlich, da die Autorisierung bzw. die Freigabe einer Zahlung von Benutzerinnen bzw. Benutzern ausnahmslos auf dem Smartphone durchgeführt wird (z.B.: mittels FaceID oder TouchID).

Wesentlich weniger Fingerkontakt bei „Bankomatkarte mobil“. Bei der „Bankomatkarte mobil“ ist die Anzahl von Fingerkontakten zur Autorisierung von Zahlungen wesentlich geringer. Bei Beträgen unter EUR 25 ist keine Autorisierung mittels PIN auf dem Terminal oder auf einem Geldautomaten erforderlich. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) ist mittlerweile - um Kundinnen und Kunden bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser zu schützen - einer Empfehlung des österreichischen Handeslverbands nachgekommen, dieses Limit auf 50 Euro zu erhöhen.

Was brauche ich für die Aktivierung?

  1. Aufgeladenes bzw. unterstütztes Smartphone mit aktueller Betriebssystemversion
  2. Eine Wallet („Apple Pay“: Wallet bzw. „Bankomatkarte mobil“ Wallet der jeweiligen Bank)
  3. Aufrechte Internetverbindung
  4. Online-Banking-Account der eigenen Bank (und die dafür erforderlichen Zugangsdaten wie Verfügernummer und Passwort oder „Security-App“). Damit können Sie schlussendlich die Bezahlmethode online(d.h.: der Weg zur Bank ist dafür nicht notwendig) aktivieren bzw. autorisieren
  5. Je nach Bank eine unterstützte Debit-Karte „Bankomatkarte“ (z.B.: Mastercard Debit, oder VPay von VISA) oder eine Kreditkarte (Mastercard, VISA). Dies hängt vordergründig von Ihrer Bank ab.
  6. Ein paar Minuten Zeit für die Aktivierung, die von der jeweiligen Bank durchgeführt bzw. autorisiert wird und daher von dieser abhängt. Sie müssen dafür nicht in die Bank gehen. 

Wie ist die Aktivierung möglich?

Aktivieren von „Apple Pay“. „Apple Pay“ ist direkt über die in iOS integrierte Wallet (sog. „digitale Geldbörse“) aktivierbar. Möglich ist dies beispielsweise durch vordefinierte Menüpunkte oder Erstellen eines Fotos der physischen Bezahlkarte. Alternativ ist es je nach Online-Banking-Lösung Ihrer Bank möglich, „Apple Pay“ darin zu aktivieren. Erfahrungsgemäß empfiehlt sich die Aktivierung direkt aus der Wallet.

Aktivieren der „Bankomatkarte mobil“. Die Aktivierung der „Bankomatkarte mobil“ ist durch Laden der jeweiligen App aus dem „Google Play Store“ – für die jeweilige Bank – durchführbar. Auch hier ist eine Authentifizierung über die Verfügerdaten Ihrer Bank erforderlich. Aber Achtung, geben Sie die Verfügerdaten niemals leichtfertig ein. Laden Sie die App Ihrer Bank aus dem offiziellen „Google Play Store“ und nur aus dem App-Angebot Ihrer Bank.

Was genau sind „Apple Pay“ und die „Bankomatkarte mobil“?

Bei beiden Lösungen handelt es sich um Plattformen, welche die Digitalisierung bestehender und unterstützter Bezahlkarten d.h.: Bankomatkarten, Debit-Karten sowie Kreditkarten ermöglichen. Das bedeutet darüber hinaus, dass beide Lösungen nur mit einer bereits bestehenden, digitalisierbaren Karte nutzbar sind. Vereinfacht dargestellt ist das ein digitaler Formfaktor für Ihre Plastikkarte.

Die zugrundeliegenden technischen Konzepte – sehr kurz erklärt – sind (1) Digitalisierung von Plastikkarten mittels Host-Card-Emulation (HCE), wodurch die Kartendaten geschützt werden, (2) erstellen von nutzbaren Bezahltoken (je nach Kartenmarke einmal oder mehrfach beschränkt) und (3) Near-Field-Communication für kontaktloses Bezahlen wie bei Plastikkarten, welche diese Funktion unterstützen.

Welche Banken mit Österreich-Bezug unterstützen „Apple Pay“ oder „Bankomatkarte mobil“?

Apple Pay (Status: 17.03.2020)

  • Bank Austria
  • Boon. 
  • Comdirect (eine deutsche Direktbank, die über Kunden in Österreich verfügt)
  • Curve
  • DKB (eine deutsche Direktbank, die über Kunden in Österreich verfügt)
  • Edenred
  • Erste Bank / Sparkasse
  • Monese
  • N26
  • Österreichische Ärzte- und Apothekerbank
  • Raiffeisen
  • Revolut
  • SPARDA-BANK
  • VIMPay
  • Volksbank

Bankomatkarte mobil

Die „Bankomatkarte mobil“ wird von den meisten österreichischen Banken unterstützt. Sie ist auf Android Smartphones verfügbar, weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Bank.

Eine alternative Lösung für das Bezahlen mittels Barcode auf dem Smartphone über „bluecode“

Mittels „bluecode“ können Sie, nachdem Sie die App geladen haben (verfügbar für Android und iOS), einen Sperrcode definiert haben und anschließend die App mit ihrem "+ Bankkonto verbinden“ (Anm.: das ist die Bezeichnung der Funktion), mittels „Barcodes auf dem Smartphone“ insbesondere an Kassen für Ihre notwendigen Besorgungen bezahlen.

Eine Auflistung der unterstützten Bezahlstellen für Ihre notwendigen Besorgungen umfasst insbesondere die bekannten Lebensmitteleinzelhändler bzw. relevante Drogeriemärkte und ist direkt in die App integriert. Der Barcode wird vom Kassenpersonal eingescannt und das Geld von Ihrem verbundenen Bankkonto abgebucht. Somit reduzieren Sie auch damit die Fingerkontakte.

Die App von „bluecode“ verlangt u.a. den Zugriff auf die Ortungsdienste (z.B.: GPS) Ihres Smartphones, Sie können diesen Zugriff ablehnen.

Weitere Alternativen sind kontaktloses Bezahlen mit Plastikkarten

Sie können Bezahlkarten sog. „Plastikkarten“ (Debit-Karten, Bankomatkarten, Kreditkarten), die NFC unterstützen für kontaktloses Bezahlen verwenden. Dies ist in Österreich an einer Vielzahl an Stellen möglich.

Erforderlich für kontaktloses Bezahlen sind

  1. die Karte (z.B.: American Express, Diners Club, Mastercard, Visa),
  2. eine Stelle, welche die verwendete Karte akzeptiert, sowie
  3. ein NFC-taugliches Terminal (oder alternativ ein Geldautomat) auf dem für die verwendete Karte die NFC-Funktion aktiviert ist.

Das bedeutet, wenn Ihre Plastikkarte NFC unterstützt, ein NFC-taugliches Terminal in einem Geschäft vorhanden ist, auf dem die Kontaktlosfunktion aktiviert ist, dann können Sie Ihre Karte verwenden, um Einkäufe zu tätigen. Je nach Ihrem Bankinstitut bzw. der verwendeten Karte ist auch bei kontaktlosen Bezahltransaktionen eine Code-Eingabe erforderlich (vgl. „Bankomatkarte mobil“).  

Freiwillige Mithilfe reduziert Risiken für Alle

Helfen Sie freiwillig mit und reduzieren Sie die Risiken bei Bezahltransaktionen durch die Verwendung mobiler, Smartphone-basierter Bezahllösungen wie „Apple Pay“, „Bankomatkarte mobil“ oder „bluecode".

Weitere Informationen

Datum der Veröffentlichung: 27.03.2020

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria