Mobilfunk

Auch die Nutzung von Mobilfunk birgt Gefahren. In erster Linie geht es dabei um (Zusatz-)Kosten, die die Nutzerin bzw. der Nutzer mitunter erst auf der Rechnung bemerkt. Das Abhören der Mobilfunk-Kommunikation ist zwar mit viel Aufwand möglich, für die Endbenutzerin bzw. den Endbenutzer ist dieses Thema jedoch meist nicht relevant.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Internetverbindungen, die oft per Flatrate abgerechnet werden, werden beim Mobilfunk häufig immer noch die einzelnen Leistungen verrechnet. Zwar wird je nach Tarif meist auch ein gewisses Freikontingent zur Verfügung gestellt; ist dieses aufgebraucht, fallen allerdings leistungsbezogene Kosten an. Auch durch Zusatzdienste wie das Anrufen von Mehrwertnummern können vom Tarif unabhängige Kosten entstehen. 

Smartphones sind aufgrund der Tatsache, dass es sich bei ihnen um eine Kombination eines Internet- und Mobilfunk-fähigen Gerätes handelt, besonders gefährdet. So kann beispielsweise Schadsoftware, die darauf spezialisiert ist, Mehrwertdienste in Anspruch zu nehmen, über das Internet auf das Smartphone gelangen. Die Betreiberinnen und Betreiber derartiger Dienste lukrieren Einnahmen, ohne dass Sie zunächst etwas davon merken.

Roaming

Wird eine Verbindung zu einer Funkzelle im Ausland hergestellt, fallen gesonderte Gebühren für die Verwendung von Mobilfunk an. Je nach Tarif bzw. innerhalb der EU stellt dies meist ein kleineres Problem dar, außerhalb der EU ist jedoch mit massiven Kosten zu rechnen.  

Ein unbemerktes Schadprogramm auf einem Smartphone reicht aus, um durch dessen unkontrollierte Internetnutzung oder andere Aktionen horrende Kosten zu verursachen. Die meisten Betriebssysteme bieten hier die Möglichkeit gegenzusteuern, indem der mobile Datenverkehr deaktiviert wird.  

Mehrwertnummern

Bei Mehrwertnummern und -diensten handelt es sich um Angebote, die zusätzlich zum herkömmlichen Verbindungsentgelt noch zusätzliche Kosten in Rechnung stellen. Die Beispiele hierfür sind vielfältig: Beratungs- und Erotikhotlines, Nachrichten- und Chatdienste, Klingeltöne, Logos, Spiele, Horoskope, Wetter, Votings etc. Mehrwertdienste lassen sich an den ersten Ziffern der Telefonnummer erkennen: 0810, 0820, 0821, 0828, 0900, 0901, 0930, 0931 und 0939. Auch Telefonauskunftsnummern (beginnend mit 118) können hohe Kosten verursachen.  

Kostenfallen

Mit vermeintlichen Gewinnspielen oder „Gratis“-Angeboten wird oft versucht, ein teures Abo zu vermitteln. Im Zuge der Registrierung oder Teilnahme muss auch die Handynummer angegeben werden. Damit wird jedoch ein teures Mehrwert-SMS-Abo abgeschlossen. Die genauen Bedingungen sind meist in den Teilnahmebedingungen oder AGBs versteckt. 

Seien Sie also achtsam und geben Sie Ihre Handynummer nicht unbedacht weiter. Beim Erhalt von Mehrwert-Abos reicht in der Regel eine Antwort-SMS mit dem Text „Stopp“. Sollte das nicht reichen, kann man den Dienst unter www.sms-sperre.at sperren. 

Weitere Informationen 

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Datum der Veröffentlichung: 21.03.2017

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria