1. Vorteile und Risiken

Bei einer Make-or-Buy-Entscheidung zugunsten von Cloud Computing sind neben den vielen Vorteilen des Cloud Computing-Einsatzes auch die Risiken zu berücksichtigen.

Beim Cloud Computing können Unternehmen und Privatnutzerinnen bzw. Privatnutzer IT-Ressourcen und Anwendungsdienste eines Service-Anbieters (Rechenkapazitäten, Netzwerke, Datenspeicher, Informationen, On-Demand-Software wie Betriebssysteme, fertige Software-Lösungen wie ERPCRM und BI, aber auch Mail- oder Kollaborationssoftware bis hin zu Entwicklungstools) rund um die Uhr verwenden und zahlen nur nach tatsächlichem Verbrauch. Die IT-Ressourcen werden vom Service-Anbieter ortsunabhängig und virtualisiert betrieben und als Service bereitgestellt.

Vorteile

  • Mögliche Kostenersparnis (sowohl hinsichtlich der Kapitalinvestitionen als auch bei den laufenden Kosten durch variable Preisgestaltung)
  • Entlastung der eigenen IT-Abteilung (die frei gewordenen Personalressourcen können für die Wahrnehmung von Aufgaben verwendet werden, die aufgrund zu geringer Personalkapazität bisher vernachlässigt wurden)
  • Elastizität und Skalierbarkeit (Dienstleistungen und IT-Ressourcen können bedarfsgerecht angefordert werden)
  • Geschwindigkeit (aufgrund der Cloud-Architektur sind hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten möglich)
  • Verfügbarkeit (in der Regel weisen Clouds eine höhere Verfügbarkeit als ein eigenes Rechenzentrum auf)

Risiken

  • Anbieterabhängigkeit – Schwierigkeiten beim Wechsel zu einem anderen Service-Anbieter (Lock-in-Effekt)
  • Verlust der Kontrolle über Daten und Prozesse sowie fehlende Transparenz
  • Leistungsstörungen (z.B. Einstellung der Leistung bei Zahlungsverzug der Cloud Nutzerin bzw. des Cloud-Nutzers)
  • Lizenzfragen
  • Schwierige Rechtsdurchsetzung gegenüber ausländischen Cloud-Anbietern (insb. in Drittstaaten)
  • und vor allem auch Risiken in den Bereichen Datenschutz und IT-Sicherheit

Unternehmen, die den Umstieg auf Cloud Computing-Technologien planen, müssen sich der Risiken bewusst sein, die sich daraus ergeben, dass in der Cloud die Daten und IT-Ressourcen geographisch verteilt sind und die Cloud-Nutzerin bzw. der Cloud-Nutzer in der Regel keine Ahnung hat, wo sich seine Daten befinden und die von ihm angeforderten Dienstleistungen erbracht werden. Das Ausmaß der Gefährdungspotenziale ist dabei von dem in Anspruch genommenen Servicemodell abhängig.

> rechtlicher Hinweis

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Datum der Veröffentlichung: 31.03.2017

Für den Inhalt verantwortlich:
  • Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Information und Consulting