Vermeintliche Zollgebühren der Post sind fake!
Eine offene Paketgebühr, ein Link zur Zahlung und eine täuschend echt aussehende Nachricht der Österreichischen Post. Mit dieser Masche versuchen Kriminelle derzeit, an Bankdaten zu gelangen.
Fast jeder in Österreich hat wohl schon einmal ein Paket der Österreichischen Post erhalten. Das Unternehmen transportiert täglich rund 800.000 Pakete. Genau das machen sich Kriminelle derzeit zunutze: Sie verschicken massenhaft E-Mails, die scheinbar von der Post stammen, und behaupten, für eine Sendung sei noch eine Zollgebühr offen.
Wer gerade auf ein Paket wartet, hält die Nachricht deshalb schnell für echt.
So sieht der Betrug aus
Die Phishing-Mail wirkt auf den ersten Blick seriös. Darin behaupten die Kriminellen, dass eine Zahlung für ein Paket aussteht. Um die angebliche Sendung zu erhalten, sollen Empfänger/innen auf einen Link klicken und die geforderte Gebühr begleichen.
Paket wartet auf Anweisungen
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Wichtige Information zu Ihrer Sendung
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
Wir möchten Sie über den aktuellen Status Ihrer Sendung mit der Nummer AT143496582CH informieren.
Ihr Paket wird derzeit in unserem Verteilzentrum zurückgehalten, da eine geringe Zollgebühr in Höhe von 1,99 EUR aussteht. Um eine reibungslose Zustellung zu gewährleisten, bitten wir Sie, diesen Betrag zu begleichen.
Paketnummer: AT143496582CH
Aktueller Status: Bereit zur Auslieferung nach Zahlungseingang
Ausstehender Betrag: 1,99 EUR
Frist für Zahlung: Dienstag, der 28. Juli 2026
Bitte begleichen Sie die ausstehende Gebühr über unser sicheres Online-Portal, um die Zustellung Ihres Pakets zu veranlassen. Nach erfolgreicher Zahlung wird Ihr Paket umgehend für die Auslieferung freigegeben.
Gebühr jetzt begleichen
Wer dem Link folgt, landet jedoch auf einer gefälschten Website, die der echten Post-Seite ähnelt. Dort werden Kreditkarten- oder Bankdaten abgefragt.
Was passiert nach der Eingabe der Bankdaten?
Wer seine Zahlungsdaten auf der Phishing-Seite eingibt, muss damit rechnen, dass Kriminelle versuchen, Geld vom Konto oder der Kreditkarte abzubuchen.
Kontaktieren Sie in diesem Fall sofort Ihre Bank. Häufig muss die betroffene Bank- oder Kreditkarte umgehend gesperrt werden, um weiteren Schaden zu verhindern.
Warum sieht die E-Mail aus, als käme sie von der Post?
In vielen Fällen setzen die Kriminellen auf sogenanntes Spoofing. Dabei wird die Absenderadresse manipuliert, sodass die E-Mail aussieht, als wäre Sie von der Post versendet worden.
Die angezeigte Absenderadresse ist daher kein zuverlässiger Echtheitsnachweis. Sie kann technisch relativ einfach gefälscht werden. Ein Klick auf den Absender offenbart die tatsächliche Adresse.
Wissen die Kriminellen dass ich auf ein Paket warte?
Nein. Auch wenn es manchmal so wirkt, haben die Kriminellen in der Regel keinen Zugriff auf Ihre Bestelldaten.
Die Phishing-Mails werden massenhaft verschickt – in der Hoffnung, möglichst viele Menschen zu erreichen. Da sehr viele Personen täglich Pakete erwarten, wirkt die Nachricht oft zufällig genau im richtigen Moment glaubwürdig.
Woran erkenne ich die Phishing-Mail?
Achten Sie auf folgende Hinweise:
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Die E-Mail-Adresse endet nicht auf @post.at.
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Das Design weicht von echten Nachrichten der Österreichischen Post ab, etwa durch ein verfälschtes Logo oder ein ungewohntes Layout.
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Der Inhalt passt nicht zu Ihrer Situation, beispielsweise wenn Sie gar keine Sendung der Post erwarten.
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In der Nachricht wird dazu aufgefordert, Zahlungsdaten, Bankdaten oder andere persönliche Informationen über einen Link zu übermitteln.
Die Österreichische Post fordert niemals per E-Mail zur Eingabe von Bankdaten (IBAN oder BIC) auf, damit ein reguläres Paket zugestellt werden kann.
So begrenzen Sie den Schaden
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Haben Sie nur auf den Link geklickt, besteht in der Regel kein Handlungsbedarf.
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Ändern Sie gegebenenfalls Passwörter, wenn Sie weitere Zugangsdaten eingegeben haben.
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Haben Sie Bank- oder Kreditkartendaten eingegeben, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank. Wahrscheinlich muss Ihre Karte gesperrt werden.
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Erstatten Sie außerdem Anzeige bei der Polizei.
Für den Inhalt verantwortlich: Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)