Spotify: "Ihr Zugang läuft ab"

Eine gefälschte Mail von Spotify sorgt gerade für Verunsicherung. Die Abbuchung sei fehlgeschlagen, heißt es darin. Das Premium-Abo drohe zu verfallen. Ignorieren Sie die Mail und klicken Sie nicht auf den Link!

Handys für Kinder_460x323
Foto: Adobe Stock

Kein Wunder, dass die Masche funktioniert: Fast die Hälfte der Österreicher/innen nutzt Spotify, ob für Rock, Pop oder Podcasts. Dazu kommt, dass auch echte Mails von Unternehmen versendet werden, wenn die Zahlung nicht durchgeht.

Eine Zahlung kann etwa scheitern, weil die Kreditkarte abgelaufen ist oder das Konto nicht ausreichend gedeckt ist. Genau das machen sich Kriminelle zunutze und verschicken Fake-Mails, die von echten kaum zu unterscheiden sind.

Die aktuelle Phishing-Mail im Überblick:

Auf den ersten Blick wirkt die E-Mail echt: Das Spotify-Logo, das vertraute Design und der Absendername „Spotify“ schaffen Vertrauen. Auch der Hinweis auf einen bald auslaufenden Premium-Zugang, eine angebliche Kundennummer und die Frist von fünf Tagen zur Aktualisierung der Zahlungsdaten erscheinen zunächst glaubwürdig. Selbst der Text im unteren Bereich wurde von echten Spotify-Seiten übernommen und verstärkt den authentischen Eindruck.

2026_spotify
Ein Klick auf den Absender offenbart den Betrug. Foto: ÖIAT

Von: Spotify®

Ihr Premium-Zugang läuft in Kürze ab! #246239139

Spotify

Wir wollen nicht, dass du gehst.

Wir haben es mehrmals versucht, konnten Ihre Zahlung jedoch nicht verarbeiten.

Um Ihr Spotify Premium-Abonnement zu behalten, aktualisieren Sie bitte Ihre Zahlungsinformationen innerhalb der nächsten 5 Tage. Vielen Dank.

SPOTIFY PREMIUM BEHALTEN

Die Falle schnappt beim Klick auf den Link zu: Es öffnet sich eine täuschend echt nachgestellte Spotify-Website, die zur Eingabe von Zahlungsdaten auffordert. Diese landen dann direkt bei den Kriminellen.

Diese Indizien entlarven den Betrug:

Natürlich ist nicht bei jeder Mail eines Unternehmens Sorge angebracht. Trotzdem lohnt sich Misstrauen bei folgenden Anzeichen:

  • E-Mail-Adresse: Phishing-Mails werden von einer unplausiblen Adresse versendet, die nicht der offiziellen Firmenadresse entspricht. Der angezeigte Absendername kann von Kriminellen leicht manipuliert werden, klicken Sie daher auf den Absender und prüfen Sie die tatsächliche E-Mail-Adresse. Echte Mails von Spotify haben die Endung @spotify.com.

  • Unpersönliche Anrede: Sie werden nicht namentlich angeschrieben, da diese Mails massenhaft versendet werden. Lassen Sie sich nicht täuschen von angeblichen Kund/innennummern, auch diese sind erfunden.

  • Aufforderung, persönliche Daten preiszugeben: Banken, Streaming-Plattformen, Onlineshops und dergleichen fordern Sie niemals auf, Ihre Zahlungsdaten oder Passwörter per Mail preiszugeben.

  • Links: Links in E-Mails sind grundsätzlich verdächtig. Fahren Sie mit dem Mauszeiger über den Link, um die Adresse anzuzeigen. Verschieben Sie die E-Mail in den Spam-Ordner, wenn die angezeigte Adresse von der echten Adresse (spotify.com) abweicht.

Hinweis

Loggen Sie sich im Zweifelsfall direkt und unabhängig von der Mail in Ihr Spotify-Konto ein und prüfen Sie dort, ob wirklich eine Aktion erforderlich ist.

Das können Sie tun, wenn Sie Ihre Daten bereits eingegeben haben:

  • Ändern Sie Ihr Passwort umgehend. Das gilt auch für alle anderen Websites, auf denen Sie dasselbe Passwort verwenden.

  • Kontaktieren Sie den Kundenservice von Spotify und schildern Sie den Vorfall: https://support.spotify.com/at/article/contact-us/.

  • Haben Sie Zahlungsinformationen preisgegeben, melden Sie den Vorfall umgehend Ihrem Kreditkartenunternehmen und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Eventuell muss Ihre Karte gesperrt werden.

Letzte Aktualisierung: 12. August 2026

Für den Inhalt verantwortlich: Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)