Passwort 123456?: So schützen Sie Ihre Online-Konten wirklich

Die Sicherheit von Zugangs-Passwörtern ist für Online-Konten entscheidend. Im Folgenden gibt die Watchlist-Internet einige Tipps wie Sie Ihre Passwörter am besten auswählen und verwenden sollten.

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Foto: Adobe Stock

Wie viele Online-Konten besitzen Sie eigentlich?

Fünf? Zehn? Zwanzig?

Die meisten Menschen unterschätzen die Zahl deutlich. Denn neben E-Mail und Social Media sammeln sich heute unzählige Zugänge an: Streamingdienste, Shoppingplattformen, Reiseportale, Lernplattformen, Apps, Spiele, Cloudspeicher oder Behördenkonten.

Im Durchschnitt besitzen Menschen heute rund 90 Online-Konten. Und jedes einzelne Konto ist nur so sicher wie das dazugehörige Passwort.

Das Problem mit schlechten Passwörtern

Viele Menschen verwenden Passwörter wie:

  • 123456
  • Passwort123
  • qwerty
  • admin
  • P@ssw0rt

Das ist ungefähr so, als würde man seine Tür absperren, aber den Schlüssel stecken lassen.

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Unsichere Passwörter sind ein Einfallstor für Kriminelle! Foto: ÖIAT

Kriminelle probieren automatisiert Millionen bekannter Passwortkombinationen aus. Schwache Passwörter können dadurch innerhalb weniger Sekunden erraten werden.

Besonders problematisch wird es, wenn dasselbe Passwort mehrfach verwendet wird.

Denn: Wird ein Konto gehackt, testen Kriminelle dieselbe Kombination oft direkt bei E-Mail-Konten, Online-Shops oder sozialen Netzwerken. Im schlimmsten Fall übernehmen sie dadurch ganze Konten, geben sich als die betroffene Person aus und veranlassen Zahlungen in deren Namen!

Gefahren von schwachen Passwörtern

  • Identitätsdiebstahl
  • Betrug im Namen der betroffenen Person
  • Zugriff auf persönliche Fotos oder Dokumente
  • Bestellungen auf fremde Rechnung
  • Erpressungsversuche
  • Verlust wichtiger Daten
  • Übernahme weiterer Konten 

Besonders kritisch ist dabei das E-Mail-Konto. Wer Zugriff darauf hat, kann häufig auch Passwörter anderer Dienste zurücksetzen.

Hinweis

Auf der Website Have I Been Pwned (https://haveibeenpwned.com) kann überprüft werden, ob die eigene E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks aufgetaucht ist.

Was ein sicheres Passwort ausmacht

Zum Glück gibt es einfache Möglichkeiten, das Risiko deutlich zu reduzieren.

Ein gutes Passwort sollte:

  • mindestens 12 bis 16 Zeichen lang sein

  • Groß- und Kleinbuchstaben enthalten

  • Zahlen und Sonderzeichen nutzen

  • keine persönlichen Informationen (z.B. Name oder Geburtstdatum) enthalten

  • nicht mehrfach verwendet werden

Sichere Passwörter leicht gemacht!

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So lassen sich Passwörter leicht merken! Foto: ÖIAT
Tipp

Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren

Noch sicherer wird ein Konto mit sogenannter Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Dabei reicht nicht nur das Passwort aus, sondern zusätzlich wird ein weiterer Sicherheitsnachweis benötigt – etwa:

  • ein Code per App,
  • ein Fingerabdruck
  • oder eine Bestätigung am Smartphone.

Selbst wenn ein Passwort gestohlen wird, bleibt das Konto dadurch geschützt.

Passwortmanager: Der digitale Schlüsselbund

Wer soll sich heute schon alle diese Passwörter merken können?

Dafür gibt es Passwortmanager. Diese Programme speichern Zugangsdaten verschlüsselt und können sichere Passwörter automatisch erstellen und ausfüllen.

Man muss sich dann nur noch ein einziges starkes Masterpasswort merken – quasi den Generalschlüssel für den digitalen Schlüsselbund.

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Die meistens Passwortmanager sind kostenlos. Foto: ÖIAT

Ein gutes Passwort kostet vielleicht 5 Minuten mehr Überlegung. Ein gehacktes Konto kostet deutlich mehr Zeit, Geld und Nerven.

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2026

Für den Inhalt verantwortlich: Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)