Neue Welle betrügerischer SMS: BMI spricht Warnung aus

Fake-Benachrichtigungen über angebliche Sprachnachrichten locken vermehrt Personen in Betrugsmaschen. Das BMI stockt Cybercrime-Ermittler/innen auf.

Symbolbild: Nachdenkliche Frau mit Handy
Smishing als Risiko mit betrügerischen SMS.  Foto: ©naka - stock.adobe.com

Zur Eindämmung der Cyberkriminalität sollen zusätzliche Ermittler/innen das Bundeskriminalamt unterstützen. Innerhalb der Pandemie wurden alltägliche Tätigkeiten, Schul- und Arbeitswelt mit Hilfe digitaler Technologien abgehandelt. Menschen wurden dadurch angreifbarer und Betrüger/innen kreativer. Aktuell steigt die Anzahl von gefährlichen Fake-SMSmit dem Hinweis über eine angeblich verpasste Sprachnachricht. Mitgesendet wird ein Link zu einer Webseite, über diese eine App heruntergeladen werden soll. Hier ist Vorsicht angebracht, denn mit dem Download spielt man sich Schadsoftware auf das Smartphone. Damit haben Kriminelle Zugriff auf das Gerät und können Apps löschen, auf SMS, Kreditkarten- und Bankdaten sowie Kontakte zugreifen. Wurde z.B. das Smartphone infiziert, reicht das Löschen der böswilligen App nicht aus. Das Smartphone muss unbedingt auf die Werkseinstellungen zurückgestellt werden. Außerdem sollte der Flugmodus eingestellt werden, damit sich das Gerät nicht mehr im Mobilfunknetz befindet und so von außen nicht mehr angreifbar wird.

Was kann man gegen „Smishing“ unternehmen?

Vor einem Phishing-Versuch über Kurznachrichten, kurz „Smishing“ genannt, ist niemand geschützt. Die Betrugsmaschen sind vielfältig. So kursierten kürzlich gefälschte SMS zu Fake-Paketlieferungen. Als Vorsichtsmaßnahme sollten keine Verlinkungen aus SMS geöffnet werden. Auch das Installieren von Apps aus unbekannten Quellen sollte vermieden werden. Den Absender unseriöser SMS kann man über die Einstellungen blockieren. Derartige böswillige SMS erkennt man oft an Grammatik- oder Rechtschreibfehler und sollten gelöscht werden. Opfer informieren am besten den Mobilfunkbetreiber und das Bank- oder Kreditkartenunternehmen, falls unerlaubte Aktivitäten am Konto sichtbar werden.

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Letzte Aktualisierung: 23. Juli 2021

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria