Kriminelle geben sich als Privatkäufer/innen aus und wenden DHL-Betrugsmasche an

Bei Verkäufen über Kleinanzeigenplattformen ist Vorsicht angebracht. Betrüger wollen die Zahlung über DHL abwickeln, stehen aber selbst hinter dem Zahlungsprozess um an Geld zu kommen.

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Interessentinnen und Interessenten mit betrügerischen Absichten kontaktieren Verkäufer/innen von hochpreisigen Angeboten über ebay, willhaben, shpock und Co. Für weitere Details soll die Kommunikation über WhatsApp, E-Mail oder SMS erfolgen. Den Verkäuferinnen und Verkäufern wird vorgeschlagen, den Zahlungs- und Versandprozess über DHL abzuwickeln. Das gefährliche daran ist, dass parallel dazu eine gefälschte DHL-e-Mail versandt wird, in der steht, dass der Verkaufspreis angeblich eingezahlt wurde und nun die Versicherung von circa 200,- Euro zu begleichen ist. Es wird versprochen, dass der Versicherungsbetrag und der Warenpreis bei Übergabe der Ware vom vermeintlichen DHL-Lieferanten wieder retourniert wird. Skurril ist auch, dass die Versicherungssumme in Form von Neosurf-Tickets zu bezahlen ist. Außerdem werden gefälschte oder gestohlene Ausweiskopien verschickt, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen. Zahlt man den Betrag ein, ist das Geld verloren. Den angeblichen DHL-Lieferanten gibt es nicht und von der ursprünglichen Interessentin/dem ursprünglichen Interessenten hört man nie wieder etwas.

Schutz vor Betrügern auf Kleinanzeigenportalen

Misstrauen ist angebracht, wenn die Kommunikation über Kanäle wie WhatsApp, SMS oder E-Mail erfolgen soll oder wenn die Verkäufer/innen vorab einen Betrag an die Käufer/innen überweisen müssen. Bei Überweisungen ins Ausland sollte man besonders vorsichtig sein. Oft werden auch Zahlungsbestätigungen gefälscht. Bevor eine Ware verschickt wird, sollte deswegen der Zahlungseingang am Konto abgewartet und kontrolliert werden. Am sichersten ist es, wenn die Ware direkt vor Ort abgeholt und dann auch bezahlt wird.

Unter www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe finden sich weitere wertvolle Tipps und Hilfestellungen.

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Letzte Aktualisierung: 16. Juni 2021

Für den Inhalt verantwortlich: A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria