Booking-Betrug per WhatsApp: Gefälschte Nachricht fordert Datenbestätigung

Der Urlaub ist gebucht, die Vorfreude groß, und dann meldet sich plötzlich der Vermieter über WhatsApp: Die Reservierung müsse noch einmal bestätigt werden, sonst drohe die Stornierung. Klingt nach Routine, ist aber eine Falle. Dahinter stecken Kriminelle, die sich Zugang zu echten Buchungsdaten verschafft haben.

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Foto: AdobeStock

So läuft die Masche ab

Kriminelle kontaktieren ihre Opfer über WhatsApp und geben sich dabei als die tatsächlich gebuchte Unterkunft aus. In einem uns vorliegenden Fall gab sich der Absender als der Betreiber eines Chalets in der Nähe von Hallstatt aus. Die Masche funktioniert aber unabhängig vom Standort und kann grundsätzlich jede Unterkunft betreffen.

Dear,

Thank you for choosing Ausseer Chalet (nahe Hallstatt) Apartments for your upcoming stay.

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Stay dates: [Reservation Dates]

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You can update the required details using the secure form below:

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Reagieren Sie nur auf Nachrichten innerhalb der Plattform. Foto: ÖIAT

Die Aufforderung: Die Reservierung für die gebuchten Tage sei noch nicht bestätigt und müsse überprüft werden. Fehlende Angaben sollen über ein "sicheres Formular" ergänzt werden. Der Link dahinter führt zu einer Seite mit einer Adresse wie form.reception-en8769.com, die weder mit der echten Unterkunft noch mit Booking.com etwas zu tun hat.

Achtung: Damit Nachricht seriös wirkt, nutzen die Kriminellen ein Unternehmenskonto bei WhatsApp. Dies ist aber kein Zeichen von Echtheit!

Hinweis

Bemerkenswert am vorliegenden Fall: Obwohl es sich um eine österreichische Unterkunft handelte, war die Nachricht komplett auf Englisch verfasst. Das passt nicht zusammen und sollte stutzig machen.

Was auf der verlinkten Seite passiert

Klicken Sie auf den Link, landen Sie auf einer gefälschten Formularseite. Dort werden persönliche Daten und meist auch Kreditkarteninformationen abgefragt. Wer diese Daten eingibt, gibt sie direkt an die Kriminellen weiter.

Woher haben die Kriminellen die Daten?

Die Nachricht wirkt echt, weil sie sich auf eine tatsächlich existierende Buchung bezieht. Das ist kein Zufall. Kriminelle verschaffen sich Zugriff auf die Buchungs- oder Kommunikationssysteme von Unterkünften und können dadurch echte Namen, Aufenthaltszeiträume und Kontaktdaten von Gästen abgreifen, darunter auch die E-Mail-Adresse und Handynummer.

So schützen Sie sich

  • Links nicht anklicken: Egal wie echt die Nachricht wirkt, Links in unerwarteten Bestätigungsanfragen sind immer verdächtig.

  • Direkt nachfragen: Kontaktieren Sie die Unterkunft über die offiziellen Kontaktdaten aus Ihrer Buchungsbestätigung, nicht über die Nummer aus externen Nachrichten.

  • Ungewöhnliche Sprache als Warnsignal werten: Schreibt eine Unterkunft plötzlich in einer anderen Sprache als bei der Buchung, ist Vorsicht geboten.

  • Absender blockieren: Nutzen Sie die Blockieren-Funktion in WhatsApp. Auch ein Unternehmenskonto schützt nicht vor Missbrauch.

  • Direkt einloggen: Melden Sie sich in Ihren Booking.com-Account an und überprüfen Sie ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht.

Bereits Daten eingegeben?

  • Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister, um mögliche Zahlungen zu stoppen.

  • Informieren Sie die tatsächliche Unterkunft, da deren System wahrscheinlich kompromittiert wurde.

  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Letzte Aktualisierung: 20. Juli 2026

Für den Inhalt verantwortlich: Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)