„Bildschirmfrei von Null bis Drei!“ – neue Elternbroschüre für den Umgang mit digitalen Geräten

In den ersten drei Lebensjahren entdecken Kinder die Welt mit allen Sinnen. Dafür brauchen sie Nähe, Blickkontakt und Zeit – möglichst ohne Bildschirme.

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Foto: Adobe Stock

Medienbewusstsein von Anfang an

Babys und Kleinkinder lernen vor allem durch echte Begegnungen: durch Nähe, Blickkontakt, Sprache und ungeteilte Aufmerksamkeit. Digitale Medien können diese Erfahrungen nicht ersetzen – im Gegenteil: Schon kurze Bildschirmzeiten oder abgelenkte Bezugspersonen können Stress auslösen und die Entwicklung beeinträchtigen. Unsere neue Broschüre „Bildschirmfrei von Null bis Drei“ setzt daher noch vor der eigenen Mediennutzung von Kindern an und richtet sich gezielt an Eltern und andere Bezugspersonen in den ersten drei Lebensjahren.

10 Tipps für einen bildschirmarmen Familienalltag

Die Broschüre fasst zentrale Empfehlungen übersichtlich zusammen. Dazu zählen unter anderem:

  • ein bewusster Umgang mit dem eigenen Handy,
  • medienfreie Zeiten und Rituale im Alltag,
  • gemeinsame Mahlzeiten ohne Bildschirm,
  • viel direkte Ansprache und Blickkontakt,
  • ein achtsamer Umgang mit Fotos, Videos und Privatsphäre
  • sowie klare Regeln im Zusammenleben mit älteren Geschwistern und bei Videotelefonaten.

Alle Tipps sind praxisnah formuliert und lassen sich leicht in den Familienalltag integrieren.

Ergänzung zu bestehenden Elternfoldern

„Bildschirmfrei von Null bis Drei“ ergänzt thematisch die bereits bekannten Elternfolder „Mama, darf ich dein Handy?“ (3–6 Jahre), „Oma, darf ich zocken?“ (6–10 Jahre) und „Papa, leg das Handy weg!“ (10–14 Jahre). Damit wird eine wichtige Lücke in der frühen Kindheit geschlossen. Ziel ist es, Eltern frühzeitig zu stärken und für die Bedeutung bildschirmfreier, zugewandter Momente zu sensibilisieren.

Die Broschüre „Bildschirmfrei von Null bis Drei“ wurde vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) gefördert.

Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2026

Für den Inhalt verantwortlich: Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)