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16.03.2017 Anzahl an Ransomware-Attacken nimmt weiter zu

Die Zahl der Angriffe mit Erpressungstrojanern, sogenannter Ransomware, steigt weiter an. Bereits Ende 2016 wurden laut dem Sicherheitslösungen-Anbieter Sonicwall 638 Millionen Attacken verzeichnet. Im Jahr 2015 waren es dagegen „nur“ 3,8 Millionen. Betroffen sind sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.

Der Trend wird beschleunigt durch einfachen Internetzugang, digitale Währungen wie Bitcoin, Ransomware-Angebote auf dem Schwarzmarkt und kinderleicht zu handhabende Baukastensysteme für quasi hausgemachte Kryptotrojaner. Die Schädlinge selbst werden dabei immer ausgefeilter. Wurden zunächst einfach die Rechner gesperrt, werden mit heutigen Varianten, wie zum Beispiel Cryptolocker, die Daten der Anwenderinnen und Anwender mit Hybrid-Verschlüsselungssystemen unbrauchbar gemacht.

Zur neuen Generation der Kryptotrojaner gehört zum Beispiel Cerber. Der Schädling wird in der Regel über Spam-Kampagnen verteilt und verändert sich ständig selbst. Antivirenprogramme können Cerber daher nur schwer aufspüren. Lösegeldzahlungen sind keine Garantie, wieder Zugriff auf die Daten zu erlangen. Das Generieren von Entschlüsselungstools für betroffene Nutzerinnen und Nutzer erfordert spezielles Know-how sowie eine große Bandbreite spezieller Gerätschaften und Instrumente. Laut Sicherheitsexpertinnen und -experten wird es zudem immer schwieriger, kommende Gefahren abzuschätzen. Check Point Software Technologies bietet in Zusammenarbeit mit Europol kostenfreie Informationsmaterialen zum Thema an.   

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Datum der Veröffentlichung: 16.03.2017

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria