20.12.2017 1 - Cloud Grundlagen

Cloud Computing ist ein Modell, das einen bedarfsorientierten und netzwerkbasierten Zugriff auf einen skalierbaren und elastischen sowie selbst provisionierbaren und administrierbaren Pool von geteilten physischen oder virtuellen Ressourcen ermöglicht. 

Dazu zählen beispielsweise Server, Betriebssysteme, Netzwerke, Software, Applikationen und Speichersysteme. Der Begriff Cloud Computing umfasst ein breites Spektrum entsprechender Lösungen, die sich wiederum in diverse Unterkategorien klassifizieren lassen.

Der Abschnitt Cloud Grundlagen stellt die wichtigsten dieser Kategorien vor und führt dabei einige für Cloud Computing zentrale Begriffe und Konzepte ein. Damit bietet dieser Abschnitt jenen Personen einen einfachen Einstieg in die Materie, die mit Cloud Computing bisher nur wenig Erfahrung sammeln konnten.

Rollen und Aufgaben

Im Sinne einer einheitlichen Notation ist es zunächst sinnvoll, die für Cloud Computing zentralen Rollen zu definieren. Die ISO/IEC Norm 17788 unterscheidet diesbezüglich ganz allgemein die drei folgenden Rollen mit jeweils unterschiedlichen zugeordneten Aufgabenbereichen: Cloud-Service Kunden, Cloud-Service Provider und Cloud-Service Partner.

Hauptmerkmale

Cloud Computing gleicht zwar in einigen Punkten dem Modell des klassischen IT-Outsourcings, bei dem Geschäftsprozesse ganz oder teilweise an externe IT-Dienstleister ausgelagert werden. In Summe bestehen zwischen den beiden Modellen jedoch wesentliche Unterschiede. Generell charakterisiert sich Cloud Computing durch umfassenden Netzwerkzugriff, Mandantenfähigkeit, rasche Elastizität und Skalierbarkeit, Servicevermessung, bedarfsgerechte Selbst-Provisionierung und Aggregation der Ressourcen.

Betriebsmodelle

Der Einfluss, den Cloud-Service-Kunden auf die Steuerung und Kontrolle von verwendeten Cloud-Services haben, hängt stark vom zugrundeliegenden Betriebsmodell des jeweiligen Cloud-Services ab. Neben den Urformen Public Cloud und Private Cloud existieren mittlerweile weitere Betriebsmodelle wie Community Cloud, Virtual Private Cloud und Hybrid Cloud.

Servicemodelle

Für den Einfluss des Cloud-Service-Kunden auf bereitgestellte Cloud-Services ist das jeweilige Servicemodell ausschlaggebend. Konkret beschreibt das Servicemodell, auf welcher Ebene (Software, Plattform, Infrastruktur etc.) Cloud-Service-Kunden Zugriff auf bereitgestellte Cloud-Services haben. Die Einteilung erfolgt grundsätzlich in die Servicemodelle Software as a Service, Platform as a Service und Infrastructure as a Service.

Querschnittsaspekte

Die ISO/IEC Norm 17788 beschreibt zudem relevante Querschnittsaspekte in Form von Eigenschaften und Fähigkeiten, die im Zusammenhang mit Cloud Computing von Bedeutung sind: Auditierbarkeit, Datenschutz, Governance, Leistungsfähigkeit, Rückführbarkeit, Compliance, Resilienz, Interoperabilität, Portierbarkeit, Service Level Agreements, Sicherheit, Verfügbarkeit sowie Wartung und Versionierung.

Weitere Informationen

Datum der Veröffentlichung: 20.12.2017

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria