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10.09.2020 Betrügerische Werbung Social Media und Google

Hinter manchen Werbeanzeigen im Internet stecken Betrüger, die den Leuten mit Falschangaben das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Hier erfährt man, wie man sich davor schützen kann.

Gut gemachte und kreative Werbung bringt Menschen dazu, ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Wegen der großen Reichweite nutzen Betrüger Facebook, Instagram oder Google als Plattform für Werbeanzeigen mit Betrugsabsicht. Vor allem unseriöse Mode-Shops werben auf Social Media mit besonders günstigen Angeboten. Auch Shops, die angeblich die Corona-Krise nicht überstanden haben und deswegen ihre Produkte zu Schleuderpreisen verkaufen müssen, rühren kräftig die Werbetrommel.  

Nicht nur gefälschte Online-Shops, auch Bitcoin-Betrüger, Abo-Fallensteller oder Passwortfischer versuchen über Werbeschaltungen auf Social Media an die Daten ihrer Opfer zu kommen. 

So erkennt man falsche Werbung auf sozialen Plattformen  

Will man Werbeschaltungen auf Social Media nicht blind vertrauen, lohnt es sich, das dazugehörige Benutzerprofil zu durchforsten. Folgende Punkte können auf betrügerische Absichten hinweisen: 

  • Handelt es sich um ein Facebook-Profil, kann man über den Menüpunkt „Seitentransparenz“ einsehen, wann das Profil erstellt wurde. Fake-Accounts sind in der Regel relativ neu. Das liegt auch daran, dass andere Benutzer/innen auffällige Profile melden und diese dann gesperrt werden.  
  • Ein Profil mit geringen Bewertungen oder Likes kann verdächtig sein. 
  • Findet man bereits negative Kommentare oder Bewertungen auf dem Profil, sollte man davon lieber Abstand nehmen. 
  • Unseriöse Anzeigen können direkt bei der Plattform gemeldet werden, um andere Benutzer/innen zu schützen. Dazu klickt man auf die drei Punkte neben dem Beitrag. Danach klickt man auf „Werbeanzeige melden“. 

Google-Anzeigen und ihre Tücken 

Verwendet man eine Suchmaschine, ist es naheliegend, dass auf die ersten Treffer geklickt wird. Das wissen auch Cyberkriminelle und versuchen potenzielle Opfer auf Phishing-Webseiten zu locken, um dann sensible Daten zu stehlen. „Trick to Click“-Anzeigen sollen dazu verleiten, auf Links zu klicken. Diese führen dann zu unseriösen Webseiten. Die Manipulation erfolgt aber schon vorher, in dem die gefälschten Anzeigen als Gewinnspiele oder wichtige Warnhinweise getarnt werden. Außerdem bezahlen Kriminelle Geld an die Suchmaschinenbetreiber, damit ihre Anzeigen für Fake-Shops oder Dienstleistungen unter den ersten Treffern angezeigt werden. 

Obwohl Google an technischen Möglichkeiten arbeitet, um Betrugsfälle zu minimieren, ist es für Cyberkriminelle einfach, unseriöse Werbeanzeigen zu erstellen. Um sich vor Betrugsmaschen zu schützen, hat man folgende Möglichkeiten: 

  • Die Anzeige und das dahinterstehende Unternehmen sollten genau überprüft werden. Finden sich Grammatik- oder Rechtschreibfehler in der Anzeige oder weisen die Bilder eine schlechte Qualität auf? Seriöse Unternehmen, die für die Anzeige viel Geld bezahlen, achten in der Regel auch auf einen ansprechenden Internetauftritt. Außerdem hilft ein Blick in das Impressum des Unternehmens. Ein fehlendes Impressum oder darin enthaltene falsche Angaben, sollte misstrauisch machen.   
  • Durch vermeintliche Angebote in Werbeanzeigen sollte man sich nicht blenden lassen, sondern darüber nachdenken, ob das Angebot realistisch sein kann. 
  • Browser haben Sicherheitseinstellungen, die vor gefährlichen Webseiten warnen. In den Browsereinstellungen kann ein Schutz vor schädlichen Webseiten personalisiert werden.  

Weitere Informationen 


Datum der Veröffentlichung: 15.09.2020

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria