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05.08.2020 Betrügerische Shops werben auf Social-Media

Symbolbild

Kriminelle werben auf Facebook oder Instagram für Online-Shops mit besonders günstigen Produkten. Vorsicht, die bestellte Ware wird entweder gar nicht oder in schlechter Qualität geliefert. 

Social Media-Plattformen, wie Facebook oder Instagram werden wegen der Reichweite häufig für Marketingkampagnen eingesetzt. Die Online-Shops luvpatient.com, liebesfreund.de und colorootd.com nutzen diese Reichweite allerdings für hinterlistigen Kundenbetrug. In den betreffenden Posts, die die Betrüger verbreiten, wird um Hilfe gebeten, da die Unternehmen wegen der Corona-Krise angeblich in großer Not stecken. Jene Produkte, die auf luvpatient.com, liebesfreund.de und colorootd.com angeboten werden müssen deswegen besonders preisgünstig verkauft werden. Hier ist Vorsicht geboten, denn diese Anzeigen sind gefälscht. Die bestellten, vermeintlich günstigen Angebote werden im schlimmsten Fall nach der Bezahlung nicht versandt oder weisen eine äußerst mangelhafte Qualität auf und sind somit unbrauchbar.

So erkennt man unseriöse Online-Anbieter

Werbeanzeigen auf Social-Media sind unter Umständen nicht immer seriös und sollten genau überprüft werden. Auf folgende Kriterien sollte geachtet werden:

  • Wenn die Produkte besonders günstig angeboten werden, könnten Kriminelle dahinterstecken. Auch wenn Produkte scheinbar verschenkt werden, sollte man nicht leichtgläubig auf diese Angebote eingehen.
  • Auf der Homepage des Online-Shops sollte ein Impressum auffindbar sein.
  • Der Anbieter der Homepage sollte eindeutig zugeordnet werden können. Dazu dienen zum Beispiel der Verweis auf weitere Informationen und Kontaktdaten.
  • Weist die Homepage viele Grammatik- und Rechtschreibfehler auf oder wird zwischen verschiedenen Sprachen gewechselt, dann sollte man besser einen anderen Shop auswählen.
  • Wenn man die Währung bei den Produkten auswählen kann, könnten unseriöse Shop-Betreiber dahinterstecken.
  • Außerdem sollte man auf die Webadresse der Homepage achten und überprüfen ob diese auch nachvollziehbar ist.

So erkennt man unseriöse Werbeanzeigen auf Facebook

Cyberkriminelle nutzen oft aktuelle Geschehnisse aus, um ihre Opfer zu verunsichern. Dass es vielen Unternehmen wegen der Corona-Krise finanziell schlecht geht, klingt somit plausibel. Dennoch sollte immer auf die Botschaft der Werbeanzeige geachtet werden und welchen Effekt der Poster damit erzielen möchte. Ein weiterer Ansatzpunkt, kann der billige Preis von Waren sein, um möglichst viele Käuferinnen/Käufer anzulocken. Colorootd.com, luvpatient.com und liebesfreud.de bedienen sich dieser beiden Punkte, denn die Produkte sind äußerst preisgünstig und die Shops müssen angeblich wegen der Covid-19-Krise schließen. Außerdem sollte man sich die Facebook-Seite des vermeintlichen Shop-Anbieters genau ansehen. Unseriöse Betreiber haben in der Regel wenige „Likes“ oder Beiträge und das erstellte Profil ist relativ neu. Unter dem Menüpunkt “Seitentransparenz“ kann man nachvollziehen, wann das Profil angelegt wurde.

Wie kann man reagieren, wenn man schon ein Produkt bestellt hat?

Man sollte den Betreiber des Fake-Shops umgehende kontaktieren und eine Rückbuchung des Geldes verlangen. Hier sollte man nicht lockerlassen, auch wenn man mit Standartantworten abgewimmelt wird. Es kann jedoch passieren, dass die Kriminellen gar nicht auf Anfragen reagieren.

Falls mit Kreditkarte bezahlt wurde, kann man versuchen über den Kreditkartenanbieter den Betrag zurück buchen zu lassen. Hierfür gibt es zwar keinerlei Rechtsanspruch, gegebenenfalls ist das Kreditunternehmen aber kulant und bietet eine Lösung an.

Wenn über PayPal bezahlt wurde, sollte man eine Rückbuchung über den PayPal-Käuferschutz veranlassen.

Man kann sich auch auf das Zahlungsdienstegesetz berufen, den laut §67 müssen Beträge, die ohne Zustimmung vom Konto abgebucht wurden vom Zahlungsdienstleister retourniert werden.

Des Weiteren, kann man eine Anzeige bei der Polizei einbringen.

Weitere Informationen

Verbraucherinnen und Verbraucher finden Hilfe und Beratung unter https://www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe/. Unter https://www.saferinternet.at/privatsphaere-leitfaeden/facebook/schritt-fuer-schritt/beitraege-melden/ findet man eine Anleitung, wie man unseriöse Beiträge an die Betreiber von Facebook melden kann. Der vollständige Artikel ist abrufbar auf Watchlist-Internet.at.

Datum der Veröffentlichung: 04.08.2020

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria