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17.07.2020 Störende Anrufe: So gefährlich sind Spam-Calls

Symbolbild

Spam-Anrufe und Robocalls treten auch vermehrt in Österreich auf. Die Kriminellen arbeiten mit neuen Betrugsmaschen, die ihnen bares Geld einbringt. Aber man kann sich schützen.

Durch betrügerische Anrufe versuchen Cyberkriminelle ihre Opfer zu täuschen und zum Kauf von illegalen Geldanlagen zu bewegen. Opfer berichten, dass der eingehende Anruf anscheinend von einer österreichischen Telefonnummer ausgeht. Vereinzelt werden Personen auch von Computerstimmen angerufen. Bei diesen Robocalls geht es um angebliche Kontoprobleme oder fiktiven Steuerrückzahlungen. Auch die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) bemerkt den Anstieg von Spam-Anrufen, da sich immer mehr Personen über unerwünschte Anrufe beschweren. Die Anrufer, hinter denen oftmals auch Callcenter-Mitarbeiter/innen stecken, versuchen beispielsweise auch Finanzprodukte zu vertreiben.

Ping-Anrufe als Kostenfalle

Bei Ping-Anrufen, werden systematisch Telefonnummern angerufen und nach kurzem Läuten wird sofort wieder aufgelegt. Damit wollen die Betrüger bezwecken, dass man die jeweilige Nummer zurückruft. Dabei handelt es sich meistens um eine ausländische Telefonnummer, die bei Rückruf mit Kosten verbunden ist. Laut RTR kursiert momentan eine betrügerische Anrufswelle mit der Vorwahl +216 (Tunesien).

Cyberkriminelle schneiden bei dem Geld mit, welches die ausländischen Netzbetreiber durch die Rückrufe einnehmen. Oft haben die Betrüger Verträge mit den Netzbetreibern, welche missbräuchlich verwendet wird. Die ausländischen Netzbetreiber sind sich dieser Betrugsmasche teilweise nicht bewusst.

Begründung für vermehrte Spam-Anrufe

Wahrscheinlich wechselte eine Datenbank mit österreichischen Telefonnummern den Besitzer und die Daten werden nun von unberechtigten Personen für illegale Machenschaften verwendet. Aber auch durch Datenlecks von Anbietern, die Telefonnummern von Nutzerinnen und Nutzern speichern, können Nummern an Kriminelle gelangen. Beispiele dafür sind der Lieferdienst Foodora oder auch die Rundfunkgebührenstellen GIS.

Wie kann man sich schützen?

Bei Anrufen von fremden Telefonnummern oder ausländischen Vorwahlen, sollt man grundsätzlich vorsichtig sein. Auf Angebote oder Anfragen zu Finanzprodukten sollte man keinesfalls eingehen. Außerdem sollten sensible Daten, wie Bank- oder Kreditkartendaten, nie telefonisch angegeben werden. Unseriöse Gespräche sollten sofort beendet werden. Versäumte Anrufe mit ausländischer Telefonnummer sollten nicht zurückgerufen werden, außer man erwartet einen Anruf aus dem Ausland. Falls dennoch durch einen Rückruf unerwartete Kosten entstehen, hat man keinen Anspruch auf Retournierung, schließlich hat man die Nummer freiwillig zurückgerufen. Hier kann man dann nur auf das Verständnis des Mobilfunkanbieters hoffen. Betroffene, die andere auf Rufnummernmissbrauch aufmerksam machen möchten, können illegale Spam- oder Roboteranrufe bei der RTR unter https://www.rtr.at/de/tk/Beschwerde_Meldung melden.

Weiterführende Informationen

Datum der Veröffentlichung: 17.07.2020

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria