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23.06.2020 Kriminelle Käufer/innen auf Online-Plattformen

Symbolbild

Vorsicht vor unseriösen Käuferinnen und Käufern, die sich auf Online-Verkaufsplattformen bewegen und vorab Geld für einen fiktiven Paketlieferdienst fordern. 

Falls man Gegenstände über Online-Verkaufsplattformen wie shpock, willhaben, ebay und Co zum privaten Verkauf anbietet, sollte man aufpassen, dass man nicht auf die Betrugsmasche mit angeblichen Paketlieferdiensten hineinfällt. Cyberbetrüger geben nämlich vor, dass sie den jeweiligen Gegenstand gerne kaufen möchten, die Abwicklung soll aber über einen Paketlieferdienst wie beispielsweise DHL erfolgen. Die Verkäuferin/der Verkäufer wird aufgefordert, einen Betrag als Versicherungsgebühr an den Paketlieferdienst zu überweisen. Dann soll der Gegenstand durch den Paketlieferdienst vor Ort abgeholt werden sowie der Betrag für den Gegenstand sowie die Versandgebühr überwiesen werden. Dieses Versprechen ist eine glatte Lüge und die E-Mails der Lieferdienste werden von den Betrügern gefälscht.

Wie kann man derartige Betrugsmaschen erkennen?

Kriminelle drängen meistens vorab auf die Überweisung eines Geldbetrages und geben an, dass der Privatverkauf über ein Versandunternehmen, wie beispielsweise DHL, durchgeführt wird. Vertraut man den Betrügern und geht auf dieses vermeintliche Angebot ein, dann erhält man eine täuschend echt aussehende E-Mail des Versandunternehmens. In dieser gefälschten E-Mail werden weitere Anweisungsschritte beschrieben, die die Verkäuferin/der Verkäufer befolgen sollte. Im Text der E-Mail wird behauptet, dass die Interessentin/der Interessent den geforderten Verkaufspreis plus einer Gebühr für den Versand bereits hinterlegt hat. Damit der Privatverkauf abgesichert ist, wird die Verkäuferin/ der Verkäufer aufgefordert, den Betrag, der angeblich für die Versicherung der Lieferung dienen sollte, zu überweisen. Diese Überweisung muss mittels Zahlungsbestätigung oder in Form von „Codes“ belegt werden. Werden diese Schritte eingehalten, so versprechen die Betrüger, wird der Gegenstand vom Versandunternehmen abgeholt und der Verkaufspreis sowie die Versandgebühr wird auf das Konto der Verkäuferin/des Verkäufers überwiesen.

Es gibt auch eine weitere, ähnliche Betrugsmasche, bei der sich die potenziellen Käufer/innen angeblich im Ausland befinden und der Verkauf dadurch über ein Speditionsunternehmen abgewickelt werden muss.

Wie kann man sich vor Betrügern auf Online-Verkaufsplattformen schützen?

  • Die Kommunikation mit Käuferinnen und Käufern sollte immer über das Nachrichtenportal der jeweiligen Online-Verkaufsplattform stattfinden, sofern dies vorhanden ist. Betrüger könnte man daran erkennen, dass sie versuchen, über E-Mail oder Messenger Kontakt aufzunehmen.
  • Dass man als Verkäufer/in im Vorhinein einen Betrag an die Käuferin/den Käufer überweisen muss, sollte misstrauisch machen. Auf derartige Forderungen sollte man besser nicht eingehen.
  • Im Idealfall sollte der Gegenstand vor Ort ausgehändigt und der Betrag in bar bezahlt werden.
  • Besonders vorsichtig sollte man bei Verkäufen und geforderten Überweisungen ins Ausland sein.
  • Zu günstige Angebote aber auch zu hohe Zahlungen wirken verdächtig.
  • Vor dem Versand des Gegenstandes sollte überprüft werden, ob die Zahlung wirklich auf dem Konto eingegangen ist.
  • Falls man doch zum Opfer wird, ist das überwiesene Geld wahrscheinlich verloren. Dennoch sollte man eine Anzeige bei der Polizei aufgeben.
  • Weiterführende Informationen und Anlaufstellen findet man unter https://www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe/.

Weitere Informationen

Datum der Veröffentlichung: 24.06.2020

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria