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03.06.2020 Betrugsmasche mit Spedition bei Privatverkauf

Symbolbild

Betrüger geben sich als Käufer/innen auf Anzeigenportalen aus und wollen den Einkauf über eine Spedition abwickeln. Die Spedition existiert aber nicht und das überwiesene Geld ist verloren. 

Privatverkäufe über Online-Plattformen sind in der Regel unkompliziert und finden dort eine große Reichweite. Allerdings wird die Anonymität des Internets von Cyberkriminellen ausgenützt. Diese geben sich als interessierte Käufer/innen aus und behaupten, dass sie sich derzeit im Ausland befinden. Der vermeintliche Kauf der Ware muss demnach über ein Speditionsunternehmen stattfinden. Die Betrüger verlangen von den Privatverkäufern die Überweisung eines Geldbetrages für den Mehraufwand. Fallen Sie nicht auf diese Masche herein! Denn dieses Speditionsunternehmen gibt es in der Realität nicht, das überwiesene Geld ist unter Umständen verloren.

Wie sieht die Betrugsmasche im Detail aus?

Die Kriminellen melden sich auf eine Kleinanzeige einer Online-Plattform und geben vor, besonders interessiert zu sein. Auf den Preis und die Kondition für die Ware wird problemlos eingegangen. Das einzige Problem ist, dass die Ware nicht vor Ort abgeholt werden kann, da sich der Käufer/ die Käuferin angeblich gerade im Ausland befindet. Als Mittelsmann wird eine angeblich seriöse Spedition vorgeschlagen, die den Kauf abwickeln soll. Die Betrüger versprechen dem Opfer, dass der Kaufpreis plus die Kosten für die Speditionsfirma schon überwiesen wurden und versenden gefälschte Zahlungsbestätigungen oder Kontoauszüge als Beweis. Die Opfer werden aufgefordert, den Mehrbetrag an die Speditionsfirma zu überweisen. Das Geld gelangt direkt in die Hände der Betrüger, oftmals handelt es sich bei dem Zielkonto um ein Konto in Nigeria. Für die Fälschung der Zahlungsbestätigung werden Daten und Logos von bekannten Speditionsunternehmen und Banken verwendet oder unter Umständen selbst erfunden.

Willigt ein Privatverkäufer/eine Privatverkäuferin ein und bricht aus Misstrauen den Verkauf dann doch ab, drohen die Kriminellen mit rechtlichen Schritten. Um die Person unter Druck zu setzen werden Mahnschreiben von Inkassobüros oder Banken gefälscht, im manchen Fällen wird mit dem FBI oder Interpol gedroht.

Wie könne sich Betroffene wehren?

Wird man als Privatverkäufer/in aufgefordert Geld an ein Speditionsunternehmen zu überweisen, sollte man keinesfalls auf diese Forderung eingehen und den Verkauf abbrechen.

Auf Drohungen nach Abbruch des Verkaufes sollte nicht reagiert werden, auch wenn die schriftlichen Aufforderungen professionell aussehen. Die Banken, Inkassobüros oder Speditionen sind entweder frei erfunden oder der Namen und das Logo wurden gefälscht. Gefälschte E-Mails kann man zum Beispiel daran erkennen, dass die E-Mail-Adresse des Absenders nichts mit dem jeweiligen Unternehmen zu tun hat, der Text in Englisch verfasst ist oder sehr viele Grammatik- und Rechtschreibfehler aufweist.

Ist man bereits in die Falle geraten und hat den Betrügern Geld überwiesen, sollte man Kontakt zu seiner Bank aufnehmen und versuchen, die Zahlung rückabzuwickeln. Außerdem kann man eine Strafanzeige bei der Polizei aufgeben.

Bereits bekannte illegale Speditionsunternehmen sind unter https://www.watchlist-internet.at/liste-speditionen/ abrufbar.

Weitere Informationen

Datum der Veröffentlichung: 05.06.2020

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria