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06.04.2020 Was Sie über Houseparty wissen müssen

Bild zeigt Smartphone und Überschrift Houseparty.

Plötzlich ist sie wieder da. Die App für Gruppenvideo-Telefonie namens Houseparty. Wir geben Tipps und erklären Hintergründe.

Was ist Houseparty?

Bei der App Houseparty handelt es sich um eine Plattform für Video-Telefonie in Gruppen. Für die Nutzung legt man einen Account an (der optional mit Snapchat verbunden ist), eröffnet einen virtuellen Video-Raum und lädt dann bis zu sieben zusätzliche FreundInnen ein. Gemeinsam kann dort geplaudert, gechattet oder auch gespielt werden.

Warum ist Houseparty gerade so beliebt?

Auch wenn die App aktuell nur auf Englisch verfügbar ist, passt sie gerade sehr gut in die Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen. Schließlich heißt es im Moment: zu Hause bleiben und physischen Sozialkontakt vermeiden!

Das bedeutet aber nicht, dass man auf die besten Freundinnen und Freunde verzichten muss – im Gegenteil: Diese sind gerade jetzt besonders wichtig. Und da hilft Houseparty, diese zumindest digital ins eigene Zimmer zu holen.

Die Funktionalität der App ist auf das Wesentliche reduziert: das gemeinsame Abhängen und Austauschen mit Videos. Die App funktioniert unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem der Smartphones. Mittlerweile gibt es sogar eine Erweiterung für den Web-Browser Chrome, um auch am Computer seine Houseparty feiern zu können.

Zusätzlich helfen einige Mini-Spiele dabei, die Zeit in den eigenen vier Wänden schneller verstreichen zu lassen:

  • Heads Up!:
    Hier werden den SpielerInnen virtuelle Sticker mit Namen von berühmten Persönlichkeiten auf den Kopf geklebt und man muss erraten, wer man ist.
  • Trivia:
    ein einfaches Quiz mit mehreren Antwortmöglichkeiten;
  • Chips and Guac:
    ein Wortassoziationsspiel, bei dem einem Begriff lustige Sätze zugeordnet und bewertet werden müssen;
  • Quick Draw!:
    ein Zeichenspiel, wo vorgegebene Begriffe gezeichnet und erraten werden müssen;

Gibt es eine Alterbeschränkung?

Offiziell darf Houseparty nicht von Personen unter 13 Jahren genutzt werden. Dieses Mindestalter spielt allerdings in der Praxis kaum eine Rolle, da auch jüngere Kinder die App problemlos herunterladen und nutzen können.

Welche Risiken gibt es bei der Nutzung?

  • Kostenfallen:
    Obwohl die App kostenlos ist, kann man mit Hilfe von In-App-Käufen in den Spielen diverse Erweiterungen kaufen, sodass sich die Ausgaben schnell häufen können.
  • Unerwünschte TeilnehmerInnen:
    Wenn ein Raum nicht verschlossen ist, kann jede digital bestätigte Freundin bzw. jeder Freund einfach in den Video-Chat eintreten. Nutzen Sie das Schloss-Symbol um Ihre Räume abzusichern.
  • Belästigung:
    Neben der Video-Funktion können auch Chats genutzt werden, um andere Personen zu kontaktieren. Nutzen Sie die Möglichkeit Personen zu entfreunden bzw. auch zu blockieren oder zu melden, wenn diese Ihnen lästig werden.
  • Überwachung:
    Bestimmen Sie mit der Funktion „Ghosting“, wer sehen darf, ob Sie die App gerade nutzen oder nicht.
  • Unerwünschte Aufnahmen:
    In der App gibt es die Möglichkeit, seinen Bildschirm abzufilmen und entweder lokal zu speichern oder auf anderen Messenger (Facebook Messenger, Google-Hangout, Zoom etc.) zu teilen. Die anderen TeilnehmerInnen werden darüber nicht benachrichtigt.

Tipps für die Nutzung

  • Achten Sie darauf, dass keine Personen ungefragt plötzlich im eigenen Live-Video auftauchen. Das gilt zum Beispiel auch für jüngere Geschwister.
  • Achten Sie auf den Hintergrund im Video (z. B. wertvolle Gegenstände, andere Personen)
  • Machen Sie sich gemeinsame Regeln aus (z. B. keiner darf ohne zu Fragen Screenshots machen oder die Video-Konferenz aufzeichnen)
  • Nehmen Sie wichtige Privatsphäre-Einstellungen vor. Diese finden Sie links oben beim Smiley-Symbol.
    • Manage Notification: Hier können Sie einstellen, wer sehen darf, dass Sie sich gerade angemeldet haben.
    • Rotes Zahnrad (links oben): Deaktivieren Sie hier am besten alle Punkte bis auf „Camera and Mic“ und optional „Notification“.
    • Aktivieren Sie den "Private Mode": Dieser aktiviert automatisch das Schloss für einen neu erstellen Raum, sodass keine uneingeladenen Gäste hinzutreten können.

Datum der Veröffentlichung: 06.04.2020

Für den Inhalt verantwortlich:
  • Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)