Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrung auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Erfahren Sie mehr

13.02.2020 Umfrageportale betreiben Identitätsdiebstahl

Symbolbild

Unseriöse Anbieter geben sich als Marktforschungsunternehmen aus, um an persönliche User-Daten zu kommen und Geld zu waschen. 

Das ideale Jobangebot: Bequem von zu Hause aus an einer Online-Umfrage teilnehmen, um mit wenigen Mausklicken massenhaft Geld zu verdienen. Dieses Angebot bietet unter anderem die kriminelle HENRIKSON Research GmbH auf henrikson-research.de. Diese äußerst gefährlichen Jobanzeigen finden besonders auf Jobplattformen ihre Opfer und leiten sie auf sehr professionell gestaltete Webseiten weiter. Nach spezifischer Recherche erkennt man, dass die Angaben im Impressum erfunden oder nachgeahmt wurden.

Nicht täuschen lassen!

Die Internetkriminalität mit Scheinfirmen, die persönliche Daten und Ausweiskopien sammeln, um damit Bankkonten mit einer anderen Identität zu eröffnen, nimmt vermehrt zu. Weitere gefälschte Webseiten sind zum Beispiel quest-factory.com oder markt-charts.com.

Der durchdachte, aber verhängnisvolle Betrugsprozess läuft in etwa wie folgt ab: für die Beteiligung an der Umfrage ist eine Registrierung mit personenbezogenen Daten notwendig. Dies ist an sich nicht rechtswidrig. Danach muss man eine Kopie des Personalausweises hochladen. In der gefakten Fehlermeldung, die dann erscheint, muss ein Foto mit dem Ausweis gemacht und erneut übermittelt werden. Hier schnappt die riskante Falle zu. Einige Zeit danach, wird man via E-Mail oder Whatsapp mit der Aufforderung, ein Identifikationsverfahren für die Kontoeröffnung einer Bank zu testen, kontaktiert. Die zu verwendende E-Mail-Adresse und Telefonnummer werden dafür bereits vorgegeben. Achtung: wenn man dieser verdächtigen Anweisung folgt, haben die Betrüger alle Daten vorliegen, um damit ein neues Bankkonto eröffnen zu können. 

Geldwäsche durch Identitätsdiebstahl

Über diese Betrugsmasche können Täter mit der Verwendung des fremden Namens Geld waschen. So wird man unwissentlich straffällig. Bankkonten, die auf einen anderen Namen eröffnet wurden, sind bei den Kriminellen sehr beliebt, denn diese können auch am Schwarzmarkt weiterverkauft werden.

So verhindert man Angriffe

Im Idealfall sollte man Prozesse, in denen Ausweisdokumente mitgeschickt oder hochgeladen werden, umgehen. Ist dies nicht möglich, und vertraut man dem Empfänger nicht, so kann man Ausweiskopien mit Wasserzeichen hinterlegen.

Maßnahmen für Betroffene

Falls man von einem Identitätsdiebstahl betroffen ist, wendet man sich am besten unverzüglich an die Polizei und erstattet eine Anzeige mit genauer Verlaufsbeschreibung. Die Behörden wissen dann, dass die eigenen Daten bei einer möglichen Straftat, missbräuchlich verwendet wurden. Zusätzlich sollte man sich unbedingt an jene Bank wenden, bei der das Konto eröffnet wurde und dieses Sperren lassen. 

Weitere Informationen

Datum der Veröffentlichung: 13.02.2020

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria