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26.12.2019 Ransomware: Schutz vor Daten-Kidnapping

Symbolbild

Immer öfters schlagen Cyberkriminelle mit spezieller Schadsoftware zu, die persönliche Daten oft unwiederbringlich machen. Ein Verlust kann aber durch gezielte Maßnahmen verhindert werden. 

Die Zahl der Erpressungen mittels Ransomware steigt. Dabei werden Geräte mit einem Trojanervirus infiziert und alle darauf befindlichen Dateien verschlüsselt. Danach erhalten Betroffene ein E-Mail in dem Lösegeld für die Übermittlung eines Entschlüsselungs-Codes (Decryptor) zur Wiederherstellung verlangt wird.

Die in 40 Sprachen übersetzte Plattform „No More Ransom“ – ein Zusammenschluss von Strafverfolgungsbehörden und IT-Security-Unternehmen – bietet auf ihrer Webseite https://www.nomoreransom.org wertvolle Tipps zur Vermeidung sowie Hilfe im Falle eines derartigen Cyberangriffs an. Im Weiteren kann über das kostenfreie Service „Crypto Sheriff“ die Art der Ransomware identifiziert werden. Als Ergebnis wird zusätzlich ausgegeben, ob eine Entschlüsselung möglich ist, da bereits über 100 Decryptoren zur Verfügung stehen.

Hier die wichtigsten Empfehlungen kompakt zusammengefasst:

Wenn man trotzdem Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden ist:

  • Von einer persönlichen Kontaktaufnahme mit den Kriminellen sowie von einer Lösegeldzahlung wird dringend abgeraten.
  • Der Vorfall ist sofort bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Je rascher die Behörden alle sachdienlichen Informationen - unter anderem Fotos oder Screenshots - erhalten, umso schneller können sie einschreiten.
  • Es lohnt sich auch ein Backup der verschlüsselten Daten zu erstellen, da es Sicherheitsforschern immer wieder gelingt, Verschlüsselungsalgorithmen zu decodieren.

Wie man sich vor einer Ransomware-Attacke schützt:

  • Es empfiehlt sich, alle Daten immer zusätzlich in einer Cloud oder auf einem externen Datenspeicher, wie beispielsweise einem USB-Stick oder einer Festplatte, zu sichern.
  • Die Haupt-Datensicherung sollte unbedingt auf einem physischen Datenträger erfolgen, der durch ein starkes Passwort geschützt ist und nur für diesen Zweck am Gerät angeschlossen wird.
  • Der Einsatz von Antivirenschutz ist auch auf Smartphones und Tablets notwendig.
  • Es sollte stets auf die Aktualität des Betriebssystems und aller Anwendungen auf dem Gerät geachtet werden. Updates bringen nicht nur Verbesserungen, sondern schließen oft Sicherheitslücken.  

Datum der Veröffentlichung: 26.12.2019

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria