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12.09.2019 Cyberkriminalität in Österreich gestiegen

Symbolbild

Die Erhebungen für das 1. Halbjahr 2019 belegen, dass die Internetkriminalität in Österreich um knapp 51 Prozent gestiegen ist. Präventions- und Informationskampagnen wurden gestartet. 

Das Bundeskriminalamt veröffentlichte mit Stichtag 1. September 2019 die vorläufigen Auswertungsergebnisse aller von Jänner bis Juni 2019 in Österreich zur Anzeige gebrachten Kriminaldelikte. Die Statistik im Bereich der Cyberkriminalität zeigt eine enorme Steigerung auf. Hier wurde in die Unterkategorien „Internetbetrug“, „Cybercrime im engeren Sinn“ und „sonstige Kriminalität“ unterteilt.

Ausschlaggebend für die mengenmäßige Erhöhung ist die Anzahl der „Internetbetrüge“. Aufgrund von 8.187 Anzeigen ergibt sich im Vergleichszeitraum ein Anstieg von 32,3 Prozent. Das Internet schafft Raum für neue Ideen, Geschäftsfelder und Märkte, ruft aber im Gegenzug auch Kriminelle auf den Plan. Nicht nur Privatpersonen fielen beispielsweise beim Online-Kauf vermehrt Gaunereien zum Opfer, auch viele Unternehmen haben durch betrügerische Kundschaft bereits großen finanziellen Schaden erlitten.

„Cybercrime im engsten Sinne“ verursachte eine Anhebung von 61,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Delikte wie beispielsweise Cyberattacken auf Fremdgeräte und Datendiebstahl zählen zu diesem Bereich. Der Handel mit gestohlenen Identitäten auf dem Internet-Schwarzmarkt („Darknet“) boomt. Aufgrund vieler vorhandener Datenlecks wird eine weitere Zunahme prognostiziert.

Den höchsten prozentualen Anstieg von 144,9 Prozent gab es bei der „sonstigen Kriminalität“ im Internet. Seit geraumer Zeit wechseln übliche kriminelle Handlungen – Erpressungen, Urkundenfälschung, Geldwäsche etc. – vermehrt ins „Darknet“. Im Weiteren kann dort jegliche Schadsoftware erworben werden, auch „Crime as a Service“-Leistung genannt, was zusätzlich zur Deliktssteigerung beträgt.

Zur Prävention und Bekämpfung der Cyberkriminalität arbeiten die Behörden und Ermittlungsteams auf internationaler sowie europäischer Ebene gemeinsam und verstärkt zusammen. Darüber hinaus wurde eine Kampagne für ein sicheres Agieren im Internet gestartet. Der Einsatz von Präventionsprogrammen wie beispielsweise „Under.18“ und „Cyber.Sicher“ wird gesteigert. Im Weiteren sind ab September 2019 diverse Informationsveranstaltungen geplant. Danach wird im Rahmen einer bundesweiten „Roadshow“ Wissenswertes an alle interessierten Österreicherinnen und Österreicher transportiert. Parallel dazu können unternehmensspezifische Beratungen durch Kriminalbedienstete in Anspruch genommen werden.

Im Rahmen von gemeinschaftlichen Projekten mit Europol haben die Experten des Bundeskriminalamtes (BK), der Wissenschaft und der Privatwirtschaft die Zusammenarbeit verstärkt. Aufgrund der Entwicklungen in Bezug auf die bisher veranstalteten Aktionswochen gegen Bestellbetrug, soll das Cybercrime-Competence-Center (C4) ausgebaut werden. Nicht nur eine breitgefächerte Schulung von Ermittlern zu diesen Internetdelikten sind geplant, sondern auch die Einrichtung eines zentralen Ermittlungsteams im Bereich Ransomware in Aussicht gestellt.

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Datum der Veröffentlichung: 12.09.2019

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria