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05.09.2019 So bleiben Amazon, Apple und Google taub

Symbolbild

Über Alexa, Siri & Co. werden schon jahrelang Lauschangriffe durchgeführt. Wer seine Privatsphäre schützen will, muss selbst tätig werden und die Geräteeinstellungen ändern. 

Amazon, Apple und Google haben zur Optimierung der künstlichen Sprachassistenz, Nutzerinnen und Nutzer über Jahre hinweg heimlich abgehört. Die Aufnahmen wurden von Mitarbeitenden der drei Konzerne ausgewertet und die automatischen Transkripte erforderlichenfalls abgeändert. Dadurch konnte die Qualität der Spracherkennung in Rekordzeit verbessert werden, lautete die Rechtfertigung dazu.  

Erst nach Aufdeckung des Abhörskandals und medialen Druck haben die Unternehmen reagiert:

Apple nimmt vorerst Abstand von händischen Auswertungen. Allerdings müssen sich Nutzende nach der Installation des in Aussicht gestellten Updates aktiv durch Änderung der Geräteeinstellungen vor weiteren Aufzeichnungen schützen. Auch die Löschung einer vorhandenen „Siri-Historie“ ist selbst vorzunehmen.

Wer aufgenommene Gespräche auf den Apple-Servern entfernen möchte, kann dies jetzt schon tun. Dazu ist in den Einstellungen im Menü „Siri & Suchen“ der Schalter „Für Siri Seitentaste drücken“ zu betätigen beziehungsweise Siri zu aktivieren. Am Ende der Bildschirmseite werden danach Aufzeichnungen angezeigt. Zum Löschen navigiert man in den Einstellungen zu „Allgemein“ und deaktiviert im Untermenü „Tastatur“ den Schalter „Diktierfunktion aktivieren“. Im Anschluss sind im Menü „Siri & Suchen“ auch die Punkte „Auf „Hey Siri“ achten“ und „Für Siri Seitentaste drücken“ außer Kraft zu setzen. Nach Bestätigung der Sicherheitsfrage zur Deaktivierung von Siri, werden alle Gesprächsdaten auf den Apple-Servern gelöscht. Dies bedeutet jedoch, dass Siri bei dieser Vorgehensweise auf dem Gerät deaktiviert ist. Will man nicht auf ihre Dienste verzichten, kann man die jeweiligen Menüpunkte wieder aktivieren. Das vorangehende, aufwändige Prozedere zur Löschung der Gesprächsaufzeichnungen müsste jedoch von Zeit zu Zeit wiederholt werden.    

Google wird bis Ende Oktober 2019 das Abhören über seine Home Geräte durch Mitarbeitende einstellen – diese Pause gilt allerdings nur im EU-Raum. Danach ist die weitere Vorgehensweise noch ungeklärt. Allerdings bietet die Google Home App jetzt schon die Möglichkeit, die Überprüfung von Sprachaufnahmen zu unterbinden. Dazu ruft man im Google Assistant unter „Ihre Daten im Assistenten“ den Punkt „Sprach- und Audioaktivität“ auf und deaktiviert den Schalter neben „Voice & Audio Activity“. Über „Aktivität verwalten“ können alle Aufzeichnungen des Google Assistant überprüft und gelöscht werden.

Amazon wird aus derzeitiger Sicht in keinster Weise selbst tätig. Die komplette Verantwortung liegt bei den Nutzenden. Wer nicht weiterhin von Alexa belauscht werden will, muss sich in der App über die Alexa-Datenschutz-Einstellungen selbst davor schützen. In diesem Fall ist beim Punkt „Verwalten“ - „Legen Sie fest, wie Ihre Daten Alexa verbessern soll“ der Schalter „Beim Entwickeln neuer Funktionen mithelfen“ zu deaktivieren. Der Konzern überprüft auch die Transkriptionen von Nachrichten, die jeder Nutzende mit Alexa versendet. Soll dies nicht mehr erfolgen, so sind auch alle Schalter neben den Alexa-Nutzenden, am Ende des Bildschirms entsprechend zu betätigen. Zum Überprüfen und Entfernen der „Alexa-Historie“, können allfällige Aufnahmen über „Alexa-Datenschutz“, „Sprachverlauf überprüfen“ aufgerufen werden. 

Datum der Veröffentlichung: 05.09.2019

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria