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05.08.2019 Wizards Unite, nur mal schnell Hogwarts retten...

Bild zeigt einen Zebrastreifen und zwei Frauen, die diesen auf ihr Smartphone schauend überqueren. Achtung! Augmented-Reality-Spiele können unglaublich fesselnd sein. Bild: Saferinternet.at

Spazierengehen mit Sinn hat eine neue Themenwelt bekommen: Das neue Harry Potter Spiel Wizards Unite ist nun auch bei uns angekommen. Wir haben es für Sie getestet.

Worum geht's bei Wizards Unite?

Das Spielprinzip des neuen Augmented-Reality-Spiels ist schnell erklärt: Aufgrund eines Unfalls haben sich überall auf der Welt magische Gegenstände und Zauberwesen ausgebreitet, die hier nichts zu suchen haben. Die Aufgabe der Spieler und Spielerinnen ist nun, diese wieder einzusammeln und von der menschlichen Muggle-Welt zurück in die Zauberwelt von Harry Potter zu bringen.

Spazierengehen mit Sinn?

Wizards Unite ist das dritte große Spiel seiner Art: ein Augmented-Reality-Spiel bei dem Realität und Spiel miteinander verschwimmen. Besonders bekannt ist sein Vorgänger Pokemon Go. Das wertvolle an dieser Art von Spielen ist, dass man sich durch den realen Raum bewegen muss, – und dadurch vermehrt zum Spazierengehen angeregt wird – um im Spiel voranzukommen.

Zaubertränke, Zauberpflanzen und andere zauberhafte Gegenstände und Wesen lassen sich nicht von zuhause aus sammeln. Das Spiel funktioniert allerdings auch, wenn man sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, am Fahrrad oder langsam mit dem Auto bewegt. Daher gibt’s bei jedem Spieleinstieg die Warnung, auf den Verkehr Rücksicht zu nehmen, die man unbedingt ernst nehmen muss!

Wo kann man Wizards Unite überall spielen?

Besonders viele Gegenstände und wichtige Orte, wie "Gasthäuser", "Gewächshäuser" oder "Arenen" sind in städtischen Parks oder an markanten Punkten im Straßenraum angesiedelt. Städte sind hier gegenüber ländlichen Gegenden eindeutig bevorzugt. Am Land und vielen kleineren Orten fehlen diese wichtigen Orte und die notwendige Infrastruktur fürs Spiel.

Sightseeing in der eigenen Stadt

Ist man in einer größeren Stadt unterwegs, kann man mithilfe des Spiels viel entdecken: Gasthäuser etc. liegen gerne in versteckten Grünanlagen oder anderen unscheinbaren Gegenden. Für den maximalen Spaß beim Spiel ist es unumgänglich, auch an Orte zu gehen, die man bislang noch nicht kannte, wodurch man  – ganz nebenbei  – auch die eigene Stadt besser kennenlernt. 

Verführung zu In-App-Käufen

Die ersten paar Tage im Spiel sind unkompliziert. Die Verliese, wie die Sammelbehälter im Spiel heißen, sind leer und lassen sich bequem mit Gegenständen befüllen. Diese braucht man, um Zaubertränke herzustellen oder Pflanzen anzubauen. Doch schon nach wenigen Tagen wird es eng: Die Verliese sind voll. Man kann zwar einzelne Gegenstände entfernen, um wieder Platz für neue zu schaffen, doch die Versuchung ist groß: Die Verliese müssen vergrößert werden und das kostet Geld. Das sogenannte Gringott-Geld muss man dafür erst mühsam im Spiel erspielen oder aber: Man kauft es sich mit echtem Geld.

Tipp

Stellen Sie mit Ihrem Kind entsprechende Regeln auf: Was ist erlaubt? Dürfen In-App-Käufe getätigt werden? Welche genau? Wer zahlt diese? Besprechen Sie diese Dinge gleich zu Beginn des Spiels, damit es später zu keinen Konflikten kommt.

Guthaben und Akku

Eine der Aufgaben im Spiel ist es, pro Tag mindestens 0,25 Kilometer zu gehen. Um eine sog. "Portation" durchzuführen, muss man mindestens 7 Kilometer gehen. Das bedeutet allerdings, dass die App beim Gehen durch die Straßen immer eingeschaltet sein sollte und dadurch nicht nur viel Akku, sondern auch mobiles Datenvolumen frisst.

Tipps

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind ausreichend Guthaben hat, um das Spiel zu spielen. Hilfreich ist es, die Datenpakete, die für jedes neue Level notwendig sind, im WLAN herunterzuladen
  • Gerade bei älteren Geräten ist für das Spielen unterwegs eine Powerbank, mit der man das Handy laden kann, hilfreich.

Altersgrenze in Österreich: 14 Jahre

Die Nutzungsbedingungen werden schnell verwirrend, denn die Altersangaben reichen von 13 bis 16 Jahre. Für Österreich gilt die Altersgrenze der Datenschutzgrundverordnung von 14 Jahren. Es gibt allerdings die Möglichkeit, auch für jüngere Kinder einen Account anzulegen, wenn das die Eltern erlauben.

Spaß haben, aber sicher!


Für Harry Potter-Fans hat das Spiel eine große Faszination, die mit Sicherheit noch eine Weile andauern wird. Es ist lustig, immer wieder an neuen Orten zu spielen, denn dort findet man andere Gegenstände und bekommt weniger schnell das Gefühl "eh schon alles zu kennen". Regen Sie die spielenden Kinder zum Ortswechsel an – vielleicht gehen Sie sogar selbst mit und lernen so neue Orte in Ihrer (oder einer ganz neuen) Stadt kennen. So entdeckt man Denkmäler, Kirchen, Hinweistafeln etc., die man sonst niemals sehen würde. Sie werden diese Überraschungen bestimmt zu schätzen wissen!

Behalten Sie das mobile Datenvolumen im Auge und erinnern Sie Ihr Kind an seine Powerbank. Und machen Sie es vor allen Dingen auf die Verkehrssicherheit aufmerksam: Trotz Spiel müssen Autos oder auch andere Passanten berücksichtigt werden.

Datum der Veröffentlichung: 05.08.2019

Für den Inhalt verantwortlich:
  • Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)