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19.03.2019 Cyberkriminalität 2018 - Daten und Fakten

Symbolbild

Die ersten Zahlen zu den Themen „Datendiebstähle“ und „Android-Bedrohungen“ für das Jahr 2018 zeigen wieder auf, wie wichtig der Einsatz von Schutzmaßnahmen vor Fremdzugriffen ist.

Datendiebstähle

Die Auswertungen des Sicherheits- und Ermittlungsdienstes „4iQ“ haben ergeben, dass sich die Zahl der weltweit bestätigten Datendiebstähle im Jahr 2018 um sagenhafte 424 Prozent erhöht hat.

Datendiebstahl bedeutet in diesem Fall: Ein unerlaubter Zugriff auf Anmeldedaten, persönliche, medizinische, finanzielle und andere Daten mit vertraulichen Inhalten. Ebenfalls dazu zählen unerlaubte Datenveröffentlichungen infolge eines Cyberangriffs beziehungsweise aufgrund eines vorhandenen Datenlecks. Nordamerika (37,2%) und Asien (34,5%) waren dabei anteilsmäßig – mit über 70 Prozent – am meisten von Datenverlusten betroffen.

„4iQ“ warnt vor einem weiteren Anstieg der Cyberattacken, da der Handel mit gestohlenen Identitäten boomt. Im Vergleich zu 2017 wurden im vergangenen Jahr 71 Prozent mehr Datensätze auf dem Internet-Schwarzmarkt gehandelt. Es wird daher für einen bestmöglichen Datenschutz der Einsatz einer Mehrfach-Authentifizierung oder eines Passwortmanagers dringend angeraten.

Android-Bedrohungen

Das auf Sicherheitssoftware spezialisierte Unternehmen „G DATA“ weist in seinem Bericht für 2018 einen Anstieg von 27 Prozent gegenüber dem Jahr 2017 bei Android-Schadsoftware aus. Insgesamt wurden 4,1 Millionen Schadprogramme identifiziert. Umgerechnet bedeutet dies, dass durchschnittlich alle 8 Sekunden eine neue schädliche App zum Herunterladen zur Verfügung steht.

Besonders im Gaming-Sektor werden vermehrt Spiel-Anwendungen außerhalb der Plattform „Google Play“ angeboten, die immer öfter Schadcode enthalten. Hier wird die Installation nur aus einer offiziellen Quelle empfohlen.

Ein weiteres Gefahrenpotenzial bei Android-Geräten sind auch immer wieder bestehende Sicherheitslücken. Dies veranlasst kriminelle Personen vermehrt stets neue Malware in Umlauf zu bringen, um sich damit unbefugten Zugriff zu Geräten zu verschaffen und persönliche Daten zu stehlen. Obwohl Unternehmen – wie Google und Samsung – regelmäßig monatliche Updates zur Verfügung stellen, können aufgrund der großen Bandbreite an Modellen nicht immer sofort für alle Geräte die erforderlichen Softwareanpassungen durchgeführt werden.

Google möchte Android-Nutzende künftig noch besser schützen, indem bereits installierte Apps auch ohne Registrierung mittels Google-Account aktualisiert werden können. Im Weiteren werden Applikationen, die unbegründet einen Zugriff auf Gerätefunktionen verlangen, aus dem Playstore entfernt.

Die IT-Sicherheitsexpertinnen und -experten warnen trotz aller Verbesserungs- und Sicherheitsmaßnahmen für Android-Betriebssysteme, die Schadsoftware im mobilen Bereich nicht zu unterschätzen. Für den bestmöglichen Schutz ist daher eine regelmäßige Aktualisierung des Handy-Betriebssystems unabdingbar. Zusätzlich wird empfohlen, Apps nur von renommierten Entwicklerinnen und Entwicklern oder aus einer vertrauenswürdigen Quelle zu installieren sowie vor dem Download allfällig vorhandene Rezensionen durchzulesen.

Weitere Informationen

Datum der Veröffentlichung: 19.03.2019

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria