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07.01.2019 Smartes Spielzeug: Chance und Risiko für Kinder

Symbolbild

Smarte Spielzeuge dienen nicht nur dem Spielspaß von Kindern, sondern fördern auch gezielt Lernprozesse. Ein sicherer Einsatz der Geräte sollte aber dennoch im Vordergrund stehen.

Smarte Spielzeuge oder auch „Smart Toys“ sollen Kindern helfen, frühzeitig den Umgang mit digitalen Geräten zu erlernen, um die junge Generation so gezielt auf eine digitale Welt vorzubereiten. Die Spielzeuge sind dabei oft in der Lage, auf Aktionen von Menschen, Tieren und anderen digitalen Geräten zu reagieren, die Umgebung zu erkennen und können sich sogar selbstständig bewegen. Smart Toys können auch von ihren Spielgefährten lernen und so immer persönlichere Beziehungen aufbauen und auch Dialoge führen. Diverse Sensoren und eine Internetverbindung, mit Zugriff auf eine große Wissensdatenbank, liefern den Geräten die dazu benötigten Informationen. 

Gerade diese neue Möglichkeit des vernetzten Denkens der Spielzeuge ruft aber auch Sicherheitsrisiken hervor. Im letzten Jahr waren rund zwei Millionen Sprachdateien, welche von Smart Toys gesammelt wurden, offen im Internet verfügbar. Die Aufzeichnungen wurden von den Spielzeugen in einer Cloud gespeichert, auf die auch ohne vorherige Authentifizierung zugegriffen werden konnte. 

Besonders zu beachten sind auch die Schnittstellen der Smart Toys - also die Möglichkeit, dass sich das Spielzeug mit anderen Geräten verbinden kann, um so Kameras oder Mikrofone zu steuern. Sollten die dadurch gewonnenen Daten in falsche Hände geraten, können Kriminelle fallweise sogar den Aufenthaltsort sowie Gewohnheiten von Kindern und deren Umgebung ermitteln. Die Angreiferinnen und Angreifer können dann mittels Doxing, also Erpressung mit der Veröffentlichung von personenbezogenen Daten, großen Schaden anrichten. 

Die Risiken der Datenspeicherung und -weitergabe durch die smarten Spielzeuge und der damit einhergehende Eingriff in die Privatsphäre sollten den Erwachsenen jedenfalls bewusst sein. Für einen sicheren Umgang und Einsatz von smarten Spielzeugen sollten deswegen folgende Maßnahmen beachtet werden:

  • Die Zugriffsrechte der Smart Toys hinterfragen, also mit welchen Geräten sie sich verbinden und welche Daten sie von diesen beziehen oder weitergeben.
  • Nur passwortgeschütztes WLAN verwenden. Sollte eine Netzwerkverbindung nicht zwingend erforderlich sein, das Gerät offline benutzen.
  • Passwörter und andere Sicherungsmöglichkeiten vor unberechtigten Teilnehmerinnen und Teilnehmern schützen.
  • Regelmäßig Updates installieren.
  • Starke Passwörter verwenden.
  • Schnittstellen (zum Beispiel zum Smartphone) nur aktivieren, wenn sie benötigt werden.
  • Beim Kauf beachten, ob die smarten Spielzeuge über angemessene Verschlüsselungsmechanismen verfügen.
  • Zugriffsschutz aktivieren, um Daten vor Fremden zu sichern.
  • Koppelung des Spielzeuges mit anderen Geräten nur unter Verwendung eines PIN- beziehungsweise QR-Codes vornehmen.

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Datum der Veröffentlichung: 07.01.2019

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria