29.11.2018 Betrugsserie im Amazon Marketplace

Symbolbild

Kriminelle übernehmen Konten von Amazon-Händlerinnen und -Händlern. Mit Hilfe der gekaperten Konten und marktunüblichen Preisen wird versucht, Interessierte anzulocken und diese zu bestehlen.

Kundinnen und Kunden, die Waren von Amazon Marketplace-Händlerinnen und -Händlern beziehen wollen, sollten unbedingt auf die Preise der Produkte achten. Sollten diese weit unter dem üblichen Marktpreis liegen, könnte es sein, dass dieses Verkaufskonto von Kriminellen gestohlen worden ist. Tätigt man trotzdem eine Bestellung, wird diese in weiterer Folge grundlos storniert. Sobald Kundinnen und Kunden die Anbieterinnen und Anbieter wegen der Stornierung kontaktieren, beginnt die Betrugsmasche.

Die Betroffenen erhalten als Antwort eine gefälschte Bestellbestätigung mit der Aufforderung, die bestellten Produkte zu bezahlen. Die Überweisung soll auf ein Privatkonto eines „Amazon-Agents“ im Ausland erfolgen. Sollte man nicht auf die Zahlungsanweisung eingehen, erhalten Opfer auch weitere Erinnerungsmails.

Betroffene sollten diese Nachrichten jedenfalls ignorieren und kein Geld überweisen. Die E-Mail-Adresse (payments@amazon-rechnung-garantie.de), von der aus die Nachrichten verschickt werden, sieht zwar täuschend echt aus, gehört aber nicht Amazon. Außerdem lässt sich die Betrugsmasche daran erkennen, dass die Nachrichten in gebrochenem Deutsch verfasst worden sind.

Geschädigte sollten umgehend Kontakt mit ihrer Bank aufnehmen, um den überwiesenen Betrag wieder rückbuchen zu lassen. Die Empfängerbank kann eine Rückbuchung unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls vornehmen. Zusätzlich sollte man sich mit Amazon in Verbindung setzen sowie Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

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Datum der Veröffentlichung: 29.11.2018

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  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria