Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrung auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Erfahren Sie mehr

14.11.2018 Vermehrte Cyber-Attacken auf Android-Geräte

Symbolbild

Die Anzahl an Schad-Apps für Android-Geräte wächst rasant. Da die Flut an Hackerangriffen kontinuierlich steigt, wird Ende 2018 mit einem Zuwachs von rund 40 Prozent an Attacken gerechnet.

Android-Smartphones haben aufgrund ihres Preis-Leitungsverhältnisses einen sehr hohen Marktanteil von rund 80 Prozent. Somit besitzen umgerechnet acht von zehn Menschen weltweit ein Handy mit diesem Betriebssystem. Dies ist der Hauptgrund, warum Cyberkriminelle ihre Angriffe verstärkt auf Android-Mobilgeräte fokussiert haben.

Google hat im Rahmen der IT-Fachkonferenz „Virus Bulletin“ besonders auf die Gefahren dieser Android-Attacken hingewiesen. Eine Google Analystin berichtete im Zuge dessen über eine hochentwickelte Malware, deren Ziel es ist, nicht von automatischen Systemen aufgespürt zu werden. Auch die aktuelle Berichterstattung über eine Spyware, die private Informationen von einem Smartphone kopiert sowie WhatsApp-Chats ausliest, beunruhigt viele Nutzerinnen und Nutzer. Ein dringender Nachholbedarf besteht besonders im Bereich des Linux-Kernels. Laut Aussage der Linux-Foundation sind nur sehr wenige Android-Smartphones mit aktuellem Linux-Kernel im Einsatz. Das bedeutet, dass all diese Handys angreifbar sind.

Zudem haben Analysten von G DATA (Hersteller für Antiviren-Software) bis zum Ende des dritten Quartals 2018 rund 3,2 Millionen neue Schad-Apps identifiziert und prognostizieren, dass bis Jahresende die vier-Millionen-Marke erreicht wird. Diese Zahlen zeigen, dass ein Schutz mittels Sicherheits-App sowie eine zeitnahe Verteilung und regelmäßige Durchführung von Updates für Android-Geräte immer wichtiger wird. Hierzu kommt auch die Problematik der im Einsatz befindlichen Altgeräte. Erhebungen zu Folge ist Android 8 beinahe nur auf jedem fünften Gerät installiert und die aktuelle Version Android 9 kaum im Einsatz.

Auch die Gerätehersteller sind künftig gefordert höhere Standards zu pflegen. Google hat zumindest insofern darauf reagiert und namhafte Android-Smartphone-Hersteller vertraglich dazu verpflichtet, mindestens zwei Jahre lang Sicherheits-Updates zur Verfügung zu stellen. Dies gilt jedoch leider nur für Geräte, die nach dem 31. Januar 2018 auf den Markt gekommen sind.

Weitere Informationen

Datum der Veröffentlichung: 14.11.2018

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria