16.08.2018 DDoS-Angriffe gehen zurück

Symbolbild DDoS

Der DDoS-on-Demand-Dienst Webstresser.org wurde stillgelegt. Behörden mehrerer Länder dämmen Serverflutungen ein und nehmen Admins fest. Angriffe sind aber weiterhin möglich.

Mit sogenannten DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service) versuchen Hacker, Server beziehungsweise ganze Netzwerke durch eine Überflutung an Anfragen lahmzulegen. Benutzerinnen und Benutzer können die betroffenen Webseiten oder Dienste dann nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt aufrufen. Mit dieser Art der Cyberkriminalität kann ein immenser Schaden für die Betreiberinnen und Betreiber der Webseiten entstehen.

Seit der Abschaltung der Webseite Webstresser.org wurden von der Sicherheitsfirma Link11 beträchtlich weniger Angriffe aufgezeichnet. Im Quartalsbericht der Sicherheitsfirma wird jedoch sichtbar, dass die maximale Bandbreite der Angriffe mit über 80 Gbit/s steigt. In dem Bericht wurde ebenfalls festgestellt, dass vor allem Angriffe mit der Memchached-Amplification Technik zunehmen, welche aufgrund ihres Verstärkungsfaktors eine eminente Bedrohung darstellt. UDP Floods zählen hingegen, mit knapp 60 Prozent aller Angriffe, noch immer zu den beliebtesten Techniken bei DDoS-Angriffen.

Trotz Abschaltung von Webstresser.org sollten Server-Admins deshalb weiterhin vorsichtig sein, da Cyber-Kriminelle nun, wie zum Beispiel durch Memchached-Angriffe, neue Taktiken entwickeln.

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Datum der Veröffentlichung: 16.08.2018

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  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria