02.08.2018 Bitcoins: Trafiken als neue Betrugsopfer

Symbolbild Betrüger

In Niederösterreich ist durch die telefonische Weitergabe von Bitcoin-Codes in einer Trafik bereits ein Schaden in der Höhe von 1.500 Euro zu verbuchen.

Eine neue Taktik rund um Bitcoin-Automaten in Niederösterreichischen Trafiken stellt das Landeskriminalamt (LKA) vor Herausforderungen. Unbekannte Anrufer versuchen telefonisch Bitcoin-Codes von Trafikanten zu erfragen, um sich diese dann online auszahlen zu lassen. Betrugsfälle dieser Art wurden bereits 2013 in Bezug auf Paysafecards vom LKA verzeichnet. 

Die Betrüger geben sich dabei als Vertreter oder auch als Wartungsunternehmen der in Trafiken aufgestellten Bitcoin-Automaten aus. Die Trafikanten werden telefonisch darum gebeten, Bons auszudrucken und die darauf leserlichen Codes wiederzugeben, um die Maschine auf ihre Funktionsfähigkeit zu testen. Durch diese Vorgangsweise wurden einer Trafikantin aus Niederösterreich sechs Bons zu je 250 Euro abgenommen.

Dem LKA wurden in den vergangenen Wochen bereits vermehrt Vorfälle mit diesem Muster gemeldet. Die Täter konnten jedoch bislang nicht gefasst werden, da sie ihre Anrufe über ein Call Center in der Türkei tätigen, und damit nicht verfolgbar sind. 

Das LKA und die Arbeiterkammer empfehlen deshalb, derartige Anrufe zu ignorieren und telefonisch keine Auskünfte zu erteilen.

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Datum der Veröffentlichung: 02.08.2018

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