27.07.2018 Höhepunkt im Krypto-Mining überschritten

Symbolbild

Der Hype um das Krypto-Mining scheint vorbei zu sein, wie die Studie „Cybercrime Tactics & Techniques“ von Malwarebytes berichtet.

Dem Bericht zu Folge kann ein langsamer Rückgang im Bereich Krypto-Mining verzeichnet werden. Den Hauptgrund für die Abnahme der Mining-Aktivitäten stellt die fehlende Rentabilität dar ─ so ist die im kriminellen Kontext am häufigsten geschürfte Währung Monero nur noch rund ein Drittel so viel Wert wie Ende 2017. Ein weiterer Grund für den Rückgang ist der große Zeitaufwand, den das Schürfen von Krypto-Geld beansprucht. Viele Betrüger greifen daher wieder auf einfachere Methoden wie Erpressungstrojaner zurück.

Die AV-Software von Malwarebytes erkannte im Jänner dieses Jahres fünf Millionen bösartige Mining-Softwares. Im April 2018 war Krypto-Mining sogar die am weitesten verbreitete Schädlingsart und hat somit den Verschlüsselungstrojaner überholt. Im Juni dagegen schlug die AV-Software nur mehr knapp über eine Million Mal Alarm. Während im Jänner noch rund 100.000 Schädlinge in Unternehmen entdeckt wurden, waren es im Juli nur noch etwas mehr als 20.000. Nur bei Android-Geräten ist ein Trend in die andere Richtung zu erkennen.

Abgesehen von bösartigen Mining-Programmen existieren Krypto-Miner auch in Docker-Containern und legitimer Software. Vorrangig wird aber in Webbrowsern heimlich geschürft. Dafür muss das Opfer in vielen Fällen lediglich eine präparierte Webseite besuchen. Es gibt jedoch Browser-Erweiterungen, die dem Schutz dienen und Krypto-Mining blockieren. Doch die Malware-Autoren optimieren ihren Code zusehends, sodass es für die Erweiterungen eine immer größer werdende Herausforderung darstellt, Web-Miner zu erkennen und abzuwehren.

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Datum der Veröffentlichung: 27.07.2018

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  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria