07.06.2018 Facebook teilte Userdaten mit Samsung & Co

Symbolbild soziale Medien

Laut New York Times erlaubte das soziale Netzwerk Geräteherstellern jahrelang Zugang zu Daten von Nutzerinnen und Nutzern. Die Kooperation wurde bisher von ca. 60 Herstellern genutzt.

Die Recherchen der New York Times ergaben, dass zahlreiche Hardwarehersteller in den letzten Jahren privilegierten Zugang zu Facebook-Daten hatten. Dazu gehörten Daten der jeweiligen User sowie deren Kontakten. Das sei auch dann möglich gewesen, wenn die Facebook-User die Weitergabe der Daten deaktiviert hatten. 

Facebook dementiert

Facebook hat den Datenzugriff prinzipiell bestätigt, sieht allerdings keine Datenschutzprobleme. Die beanstandeten Schnittstellen für Amazon, Apple, Blackberry, HTC, Microsoft, Samsung und andere seien zu einer Zeit eingerichtet worden, als es noch keine Apps oder App Stores gab. Den Herstellern wurde so ermöglicht, Facebook in ihre Betriebssysteme einzubinden. Die Schnittstellen hätten nur mit Erlaubnis genutzt werden können und seien zu jeder Zeit genau überwacht worden. Entgegen der entsprechenden Behauptung der New York Times, seinen laut Facebook nie Informationen weitergegeben worden, wenn die Datenweitergabe an Dritte von Nutzerinnen und Nutzern aktiv untersagt worden war.

Datenzugriff nicht mehr notwendig

Die Recherche der New York Times lenkt die Aufmerksamkeit auf eine bisher kaum diskutierte Datenweitergabe. Obwohl die Vorgangsweise vor zehn Jahren vielleicht Sinn gemacht habe, sei nicht ganz klar, warum die Schnittstellen bis vor kurzem noch genutzt wurden. Facebook lässt das Programm, das den Herstellern Datenzugriff einräumt, seit April langsam auslaufen. In 22 Fällen wurde die Kooperation bereits beendet. Einige Partner haben laut New York Times wohl auch derzeit noch die Möglichkeit, Daten einzusehen.

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Datum der Veröffentlichung: 07.06.2018

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