06.06.2018 Kriminelle missbrauchen die DSGVO

Symbolbild Phishing

Die neuen Datenschutzbestimmungen werden als Anlass genutzt, um Phishing-Mails zu versenden. Betroffen sind Amazon, eBay, PayPal sowie andere Online-Shops und Banken.

Die europaweit einheitliche Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gilt seit dem 25. Mai 2018. In mit Firmennamen und Logos als seriös getarnten E-Mails werden die Empfängerinnen und Empfänger scheinbar aufgrund der neuen Regelung aufgefordert, ihre Identität bzw. ihre Nutzerdaten zu bestätigen oder eine Kopie ihres Ausweises an den Absender zu schicken. Falsche Nachrichten mit solchen Inhalten erreichen derzeit in großer Anzahl das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW.

Genutzt wird dabei die Tatsache, dass derzeit viele Unternehmen ihre Nutzungsbedingungen aufgrund der DSGVO umstellen und ihre Kundinnen und Kunden per E-Mail darüber informieren. Einige Firmen bitten auch um eine Bestätigung, dass sie weiterhin Informationen (z.B. Newsletter) versenden dürfen.  

Zugangsdaten oder eine Kopie des Ausweises sind von seriösen Unternehmen jedoch nie gefragt. Keinesfalls sollte auf Links in den erhaltenen Mails geklickt oder darin genannte Kontaktwege genutzt werden. Im Zweifel gibt der Kundenservice der betreffenden Firma Auskunft darüber, ob im Zuge der DSGVO Handlungsbedarf besteht. Die Verbraucherzentrale NRW rät, die Phishing-Mails zu ignorieren.

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Datum der Veröffentlichung: 06.06.2018

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  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria