11.04.2018 1,5 Milliarden sensible Daten frei zugänglich

Symbolbild

Forscher des IT-Sicherheitsanbieters Digital Shadows fanden laut eigenen Angaben unter anderem 700.000 Gehaltsabrechnungen auf falsch konfigurierten Online-Speichern.

Insgesamt fanden die Forscher im ersten Quartal 2018 auf Cloud-Speichern von Amazon S3, SMB-Freigaben oder FTP-Servern insgesamt 12 Terabyte vertrauliche Daten, darunter neben Gehaltsabrechnungen auch medizinische Bilddaten, Steuerbescheide und Patente. 

Die Hälfte der freigegebenen Daten gehörte Nutzerinnen und Nutzern oder Organisationen aus Mitgliedstaaten der EU (37 Prozent) und aus den USA (16 Prozent). Laut Rick Holland, Chief Information Security Officer bei Digital Shadows, sei der Umfang der gefundenen Daten Grund zur Sorge für jedes sicherheitsbewusste Unternehmen. Zudem ergäben sich durch die EU-Datenschutzgrundverordnung klare regulatorische Folgen.

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hält das Vorgehen der Forscher von Digital Shadows und die Funde für plausibel. Sehr wahrscheinlich sind auch Daten von Nutzerinnen und Nutzern sowie Unternehmen in Deutschland betroffen. BSI-Chef Arne Schönbohm ist über die hohe Anzahl und die Sensibilität der öffentlich zugänglichen Daten alarmiert und fordert von den betroffenen Unternehmen einen verantwortungsvollen Umgang mit den ihnen anvertrauten Daten. Informationssicherheit sei die Voraussetzung für das Gelingen der Digitalisierung.

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Datum der Veröffentlichung: 11.04.2018

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  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria