01.03.2018 Android-Malware trotz Rückgang gefährlich

Symbolbild

Ein Antivirenhersteller verzeichnete für das vergangene Jahr 250.000 weniger neu entdeckte Android-Schadprogramme als 2016. Google will mit dem „Project Treble“ Updates rascher ausliefern.

Im vergangenen Jahr waren es knapp drei Millionen frisch entdeckte Schadprogramme, die auf Android zielen. Nach dem Spitzenwert von 2016 mit 3.246.287 gefundenen Schaddateien ein deutlicher Rückgang, doch kein Grund, unvorsichtig zu werden. So wurden 2017 etwa 700.000 Apps entdeckt, die gegen die Richtlinien des Google Play Stores verstoßen haben.

Dazu hat Google nun mit der Veröffentlichung von Android 8.0 „Oreo“ das „Project Treble“ präsentiert: Damit wollen die Android-Entwickler Updates schneller und langfristiger an die Nutzerinnen und Nutzer verteilen. Mit dem sogenannten „Vendor Interface“ entsteht eine Schnittstelle zwischen dem Android-OS-Framework und den Anpassungen der Hersteller, womit bereits alle relevanten Hardware-spezifischen Informationen enthalten sind. Smartphone-Hersteller können so Android-Updates rasch ausliefern, ohne es für ihre Bedürfnisse anpassen zu müssen. Und die Nutzerinnen und Nutzer könnten zeitnah Updates erhalten. Ein Vorteil besonders für alle günstigen Smartphones, die oft keine Updates zum Schutz vor Sicherheitslücken erhalten.

"Project Treble" ist auf jedem mit Android 8.0 ab Werk ausgeliefertem Smartphone verfügbar. Ein nachträgliches Update auf Android 8.0 bedeutet jedoch keine Garantie für die Teilnahme beim "Project Treble", da Google es den Herstellern freilässt, die Funktion bei einer Aktualisierung mitzuliefern. Beim Kauf eines neuen Smartphones mit Android-Betriebssystem sollte darauf geachtet werden, dass „Project Treble“ beziehungsweise Android ab Version 8.0 dabei ist. So ist gewährleistet, dass das Gerät bei Sicherheitslücken rasch Updates bekommt.

Weitere Informationen:

Datum der Veröffentlichung: 01.03.2018

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  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria