23.02.2018 Hochkonjunktur bei Krypto-Bankraub

Symbolbild

Krypto-Bankräuber erbeuteten seit Jahresanfang sowohl von Krypto-Börsen als auch von Privatpersonen Kryptowährungen im Wert von umgerechnet rund 650 Millionen Euro.

Die großen Raubzüge bei Krypto-Börsen, wie bei der japanischen Coincheck und der italienische BitGrail Anfang 2018, zielen meist auf die dort gespeicherten Online-Wallets der Kundinnen und Kunden ab. Der private Schlüssel, mit dem Transaktionen von den Kundinnen und Kunden signiert werden und somit über das Guthaben des Wallets verfügt wird, ist auf den Servern der Krypto-Börse gespeichert. Cracker versuchen daher diese Keys zu erbeuten und transferieren anschließend das Guthaben auf ihr eigenes Wallet.

Risiko durch Online-Wallet 

Zwar ist es für User bequemer auf der Website einer Krypto- Börse ein Online-Wallet anzulegen anstatt einen eigenen Wallet-Client herunterzuladen und zu installieren. Bei einem Fehler der Krypto-Börse ist das Geld jedoch in den meisten Fällen aufgrund der häufig fehlenden Einlagensicherung weg.

Sicherer ist es, mit einem Wallet-Client auf dem eigenen Rechner anzulegen. Die Wallets samt privaten Schlüsseln speichern die Clients lokal, sodass sie vor einem Raub bei den Börsen sicher sind. Gefahr vor Trojanern, sogenannten Bitcoin-Stealern, besteht dennoch. Es ist daher wichtig, den Wallet-Client mit einem Passwort gegen unbefugte Nutzung zu schützen. Am sichersten ist die Verwendung sogenannter Offline-Wallets, zu denen Paper Wallets oder Hardware Wallets zählen.

Weitere Informationen:

Datum der Veröffentlichung: 23.02.2018

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria