02.01.2018 Weihnacht: Smarte Technikgeschenke gut sichern

Symbolbild

Elektronische Produkte unter dem Weihnachtsbaum bergen ein großes Abhör- und Überwachungsrisiko. Zum Schutz der Privatsphäre sollte mit dieser Technik sehr sorgsam umgegangen werden. 

Unbedachte Verwendung kann beim Einsatz neuer intelligenter Haushaltstechnik schnell zur Falle werden: Denn ein leichtsinniger Umgang ermöglicht Cyberkriminellen einfachen Zugang tief in die eigenen vier Wände. Produkte wie elektronisches Spielzeug, Saugroboter oder Smart Fridges, Kühlschränke mit Internetverbindung, bilden ideale Einfallschneisen für Hacker. Denn wenn über Puppen Sprachzugang zu Kindern geschaffen werden kann oder gehackte Staubsaugerroboter Daten über den Haushalt in fremde Hände liefern, wird das eigene Heim völlig gläsern. Deshalb sollten folgende Tipps genutzt werden, um die eigenen Privatsphäre zu schützen, empfiehlt die Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich. 

Vernetzte Geräte sollten grundsätzlich hinterfragt werden: Über welche Sensoren verfügen diese Produkte und was können sie damit erfassen? Gespräche speichern etwa nicht nur Sprachassistenten wie Alexa, sondern auch Video-Babyphones, über Stimme gesteuerte Spielzeuge oder Fernseher der letzten Generationen. Mit dem Internet verbundene Artikel sollten grundsätzlich nicht in Schlaf- und Kinderzimmern verwendet werden.

Sprachassistenten sollten nur mit jenen Geräten verbunden sein, die benötigt werden: Amazons Echo Dot und Google Home lassen sich mit fast allen Geräten vernetzen und können über Sprache gelenkt werden, um etwa E-Mails abzurufen. Wird der E-Mail-Account geknackt, so steht der Zugang zum Gerät mit seinen Daten offen. 

Der Standby-Modus kann permanente Aufzeichnung bedeuten und sollte deshalb ausgeschaltet werden. Dazu dienen bestimmte Zwischenstecker, die bequem über Funk gesteuert werden können.  

Als Hauptschlüssel für viele verwendete Geräte sollten Smartphones besonders geschützt werden. Das betrifft den Einsatz von vertrauenswürdigen Apps sowie die Nutzung von offenen WLAN-Netzen oder permanent aktiven Verbindungen zu Near Field Communication und Bluetooth.

Zum Schluss richten die Experten einmal mehr den eindringlichen Appell an alle Benutzerinnen und Benutzer, wirklich sichere Passwörter zu benutzen, wobei gilt: je länger, desto sicherer sowie für jedes Gerät ein anderes Passwort zu nutzen, das in bestimmten Abständen erneuert werden sollte.  

Weitere Informationen:

Datum der Veröffentlichung: 02.01.2018

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria