20.12.2017 Vernetztes Spielzeug als Spion

Symbolbild

Der IT-Sicherheitsanbieter G Data warnt vor vernetztem Spielzeug unterm Christbaum. Denn der Datenschutz spielt bei smarten Teddybären & Co. zumeist eine untergeordnete Rolle. 

Bluetooth- und Cloud-Anbindungen sind oft schlecht gesichert, sodass es für Kriminelle möglich ist, Informationen abzufangen. Außerdem laden vernetzte Spielzeuge auch Daten an die Cloudplattform des Herstellers hoch. Auch diese Plattformen sind meist äußerst unsicher. Im schlimmsten Fallen können Kriminelle beispielsweise Informationen über Wohnort, Schule/Kindergarten sowie Namen von Eltern und Kind herausfinden. Darüber hinaus kann das Kind aus der Ferne belauscht werden. 

Eltern sollten beim Kauf eines internetfähigen Spielzeugs daher darauf achten, dass alle Daten mit einer ausreichend sicheren Verschlüsselung übertragen werden und ein gut gesichertes Webportal existiert. Darüber hinaus empfehlen Expertinnen und Experten, niemals ein einfaches bzw. ein Standardpasswort zu setzen und sorgfältig zu überlegen, welche persönlichen Daten einer Cloudplattform anvertraut werden können. Zu bedenken gilt es auch, dass Sicherheitsupdates üblicherweise nur in eingeschränkter Form zur Verfügung stehen.

In der Vergangenheit hat beispielsweise die deutsche Bundesnetzagentur eine Puppe als verdeckte Sende- und Abhöranlage eingestuft und deren Besitz verboten. Auch eine Smartwatch für Kinder, die GPS-Daten an die Eltern überträgt und aus der Ferne „lauschen“ kann, könnte von Kriminellen einfach missbraucht werden. Auch diese ist in Deutschland bereits verboten.   

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Datum der Veröffentlichung: 20.12.2017

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria