15.09.2017 Datendiebstahl mit falscher Microsoft-Virenwarnung

Symbolbild

Derzeit häufen sich beim Websurfen Fälle von angeblichen Virenwarnungen von Microsoft. Dabei handelt es sich um Fälschungen von Kriminellen mit dem Ziel, Kreditkartendaten zu stehlen.

Während dem Surfen im Internet scheint ein Warnhinweis auf, der vorgibt, von Microsoft zu stammen. Darin wird die Nutzerin bzw. der Nutzer informiert, dass das Gerät gesperrt wird, weil eine Infektion mit einem Virus bzw. Spyware vorliegt. Grafisch erweckt der Hinweis den Eindruck, tatsächlich von Microsoft zu stammen. Allerdings handelt es sich um eine Fälschung.

Wird mit dem in der Warnung erwähnten Kundenservice telefonisch Kontakt aufgenommen, versuchen Kriminelle, die Nutzerinnen und Nutzer zum Download eines Programmes wie TeamViewer zu bewegen. Danach können die Cyberkriminellen den Computer übernehmen. Die Kriminellen sorgen dafür, dass weitere Warnhinweise aufscheinen und fordern zum Kauf eines Antivirenschutzprogramms auf. Dazu sollen auf einer Webseite Kreditkartendaten bekanntgegeben werden. Folgt man dieser Anweisung, können die Cyberkriminellen die Kreditkartendaten in Echtzeit mitlesen. Außerdem können sie auch andere Daten und Dokumente vom Gerät stehlen, um diese später zum Zweck der Bestechung einzusetzen.

Sicherheitsexpertinnen und -experten betonen, dass Microsoft niemals auf derartige Art und Weise mit seinen Kundinnen und Kunden Kontakt aufnehmen würde. Sollten Sie bereits Opfer geworden sein, trennen Sie den Rechner vom Netz, deinstallieren Sie umgehend das empfohlene Programm und aktualisieren Sie Ihre Antivirensoftware. Wenn ihr Gerät nicht infiziert ist, ändern Sie außerdem Ihre Kennwörter. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Bank auf und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. 

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Datum der Veröffentlichung: 15.09.2017

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria