07.09.2017 711 Millionen Mailadressen durch Spam gefährdet

Symbolbild

Ein IT-Security-Experte entdeckte eine öffentlich zugängliche Liste von 711 Millionen Mailadressen, die ein Computerprogramm für Angriffe mit Schadprogrammen nutzt.

Ein Spambot namens Onliner konnte offensichtlich über unterschiedliche illegale Zugriffe einen riesigen Datensatz aufbauen, in dem für rund 80 Millionen der 711 Millionen E-Mail-Adressen auch die Login-Daten mitsamt Passwörtern vorhanden sind. Laut dem französischen Sicherheitsfachmann mit dem Pseudonym Benkow nutzen die Cyberkriminellen die Adressen, um über vertrauenswürdige SMTP-Server Spam-Mails zu versenden und damit die entsprechenden Filter von E-Mail-Providern teilweise zu umgehen. Der Bot soll seit 2016 immer wieder die Banking-Malware Ursnif verbreiten und weltweit bereits 100.000 Infektionen verursacht haben. Der Trojaner stiehlt vor allem die Daten von Konten und Kreditkarten. 

Um die eigene Adresse zu überprüfen rät Benkow, die Website haveibeenpwned.com von Troy Hunt zu benutzen, der als Betreiber dieser Seite immer wieder betroffene Datensätze wie obige in seine Sammlung eingliedert.

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Datum der Veröffentlichung: 07.09.2017

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