03.08.2017 „Smarte“ Pistole von Hacker zweifach überlistet

Symbolbild Hacking

Die „smarte“ Pistole ip1 wurde durch einen Hacker doppelt geknackt: Ein naher Störsender verhindert das Abfeuern der Waffe, die Anbringung kräftiger Magneten ermöglichen es.

„Smarte“ Waffen sollen dazu dienen, eine unbefugte Benutzung zu verhindern. Dass diese Intention derzeit noch einfach zu umgehen ist, bewies ein Hacker namens Plore nun anhand der Pistole ip1 des deutschen Herstellers Armatix: Auf der Sicherheitskonferenz Defcon 25 wurde demonstriert, wie sowohl die Notwehr- als auch die Blockadefunktion der Waffe ausgeschaltet werden können.

Die ip1 funktioniert im Zusammenspiel mit einer Armbanduhr mit integriertem RFID-Chip auf maximal 25 Zentimeter Entfernung via Funkfrequenz. Dazu entwickelte Plore einen Störsender, der bereits im Abstand von drei Meter die Pistole aushebelt und somit die Notwehrfunktion unterbindet. Andererseits lässt sich jener interne Elektromagnet, der das Auslösen verhindert, mit Hilfe von außen angebrachten, kräftigen Magneten übergehen – und die Waffe ist feuerbereit.

Das Unternehmen Armatix hat die Befunde des Hackers bestätigt und bekundet, die Erkenntnisse in zukünftige Entwicklungen einfließen lassen zu wollen.

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Datum der Veröffentlichung: 03.08.2017

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