27.07.2017 Internetfähiges Spielzeug spioniert Kinder aus

Symbolbild

Das FBI warnt aktuell vor Spielzeug, das mit dem Internet verbunden ist. Derartige Produkte sind in der Lage, Kinder auszuspionieren und so Ihre Sicherheit und Privatsphäre zu gefährden.

Im Spielzeug enthaltene Sensoren, Mikrofone, Kameras, Datenspeicher, Spracherkennungs- und GPS-Systeme sorgen dafür, dass eine Vielzahl persönlicher Informationen preisgegeben wird. So können Name, Adresse, Geburtsdatum, Schule und Vorlieben der Kinder ermittelt werden. Oft werden auch Sprachmitteilungen, Unterhaltungen, Bewegungsmuster, Standortdaten und Bilder aufgezeichnet. Damit steigt die Gefahr für Identitätsdiebstahl und auch Kindesmissbrauch. 

Ein Beispiel hierfür ist die Puppe Cayla, die Sprachaufnahmen macht und zwecks Spracherkennung auf einen Server lädt. Die auf diesem Weg ermittelten Daten werden für Werbezwecke genutzt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass sich Dritte Zugriff auf die Mikrofone des Spielzeugs verschaffen.  

Oft erhält nicht nur der Erzeuger Zugriff auf sensible Daten, sondern auch Dienstleister, wie zum Beispiel der Betreiber eines Spracherkennungsdienstes. Sicherheitsvorkehrungen spielen – wenn überhaupt – eine untergeordnete Rolle. Das FBI rät daher dazu, derartiges Spielzeug vor der Inbetriebnahme genau zu prüfen, stets alle Sicherheitsupdates einzuspielen und nur vertrauenswürdige Internetzugänge zu nützen. Weiters sollte das Spielzeug komplett ausgeschaltet werden, wenn es nicht mehr genutzt wird. Bei etwaigen Nutzerkonten sollten darüber hinaus nur die minimal erforderlichen Angaben gemacht und diese mit einem starken Passwort abgesichert werden. 

Weitere Informationen:

Datum der Veröffentlichung: 27.07.2017

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria