20.07.2017 Abwesenheitsnotiz öffnet Tür für Einbruch & SPAM

Symbolbild

Sommerzeit, Urlaubszeit – in den Büros werden aktuell vermehrt Abwesenheitsnotizen angelegt. Diese können jedoch zu unerwünschten SPAM-Mails und sogar Einbruchskriminalität führen.

Wird auf eingehende E-Mails eine automatische Antwort gegeben, geht diese nicht nur an Kolleginnen und Kollegen sowie Kundinnen und Kunden, sondern auch an Spammer und sonstige Kriminelle. SPAM-Versenderinnen und Versender können so Rückschlüsse über aktive E-Mail-Adressen, Tätigkeiten, Telefonnummern und Adressen der abwesenden und vertretenden Person beziehen und zum Versand von SPAM-Mails nutzen. Gleiches gilt im Zusammenhang mit Einbruchskriminalität – hier ist auch der angegebene Zeitraum der Abwesenheit von Bedeutung. 

Tipps: Viele Mailsysteme in Unternehmen, wie zum Beispiel Outlook, bieten bereits die Möglichkeit, unterschiedliche Antworten an interne und externe Absenderinnen und Absender zu versenden. Darüber hinaus kann oft auch der Empfängerkreis der Abwesenheitsnotiz auf die eigenen externen Kontakte eingeschränkt werden. Weiters lassen sich (vom System erkannte) SPAM-Mails und Newsletter ausschließen. Auch für Nachrichten, die nur CC gesendet werden, kann eine andere Einstellung getroffen werden. Natürlich können E-Mails auch ganz ohne Abwesenheitsnotiz an Kolleginnen und Kollegen weitergeleitet bzw. kann diesen der Zugriff auf das eigene Postfach erlaubt werden. 

Auch Cyberkriminelle nutzen übrigens die automatische Antwortfunktion, um SPAM-Mails zu legitimieren. Dabei legen Sie legitime Web-Mail-Konten an und nützen für diese die Abwesenheitsnotiz-Funktion. Die SPAM-Nachricht, beispielsweise ein Link, wird dabei meistens in den Betreff gestellt. So können SPAM-Mails über legitime E-Mail-Konten versendet und Einstellungen in SPAM-Filtern und sonstige Schutzvorkehrungen umgangen werden. 

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Datum der Veröffentlichung: 20.07.2017

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  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria