12.07.2017 Rückgang bei Schädlingen, Attacken gezielter

Symbolbild

Die Verbreitung bösartiger Software ist erstmals seit zehn Jahren rückläufig und nahm von 2015 auf 2016 um 14 Prozent von 144 Millionen auf 127 Millionen ab. Entwarnung gibt es aber keine.

Das berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen AV-Test, das bekannt ist für seine Tests von Antivirenprogrammen, in seinem aktuellen Sicherheitsreport für 2016/2017. Laut Expertinnen und Experten sind die Angriffe jedoch zielgerichteter und weisen eine höhere Qualität auf. Auch wenn zum Beispiel Erpressungstrojaner nur rund ein Prozent aller Schädlinge ausmachen, sind doch Reichweite und Wirksamkeit groß. 

70 aller Angriffe zielten 2016 auf Microsofts Betriebssystem Windows ab. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Jahr davor um 13 Prozent. Beim Betriebssystem Apple MacOS musste hingegen bereits im ersten Quartal 2017 ein Anstieg der Attacken mit Schädlingen um 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Während MacOS im Jahr 2015 lediglich von 819 Schädlingen bedroht wurde, waren es 2016 bereits 3.033 und im ersten Quartal 2017 4.348. 

Auch bei Android hat sich die Zahl der Schadsoftwarearten von 2015 auf 2016 auf vier Millionen verdoppelt. Während auf Windows-Plattformen der Virus die häufigste Schädlingsform ist (37,6 Prozent), gefolgt von Würmern (25,4 Prozent) und vom Trojaner (23,7 Prozent) und Ransomware nicht einmal ein Prozent ausmacht, liegt bei MacOS (85,6 Prozent) und Android (96,9 Prozent) der Trojaner an erster Stelle. Darüber hinaus erinnert AV-Test in seinem Bericht auch an den mangelhaften Schutz von Milliarden von Internet of Things (IoT)-Geräten. 

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Datum der Veröffentlichung: 12.07.2017

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  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria