05.07.2017 Mail über Verkehrsstrafe mit Erpressertrojaner

Symbolbild

Das Bundesministerium für Inneres (BMI) warnt aktuell vor E-Mails, in denen Verkehrsstrafen angedroht werden. Das angehängte Foto hat einen Erpressungstrojaner im Gepäck.

Konkret handelt es sich um E-Mails mit dem Betreff „Fotofixierung des Verkehrtsunfalls #725-1205“, die angeblich von der Kantonspolizei stammen. Die tatsächliche E-Mail-Adresse stammt jedoch nicht von der Polizei. Am Absender und der mangelhaften Rechtschreibung ist also bereits erkennbar, dass es sich um eine Fake-Nachricht handelt.

Öffnet die Nutzerin oder der Nutzer aber tatsächlich den Word-Anhang mit dem Namen „Strafe.docx“ und klickt wie verlangt zweimal auf das Foto, das nun angezeigt wird, wird versucht, Schadcode aus dem Internet herunterzuladen und zu installieren. Derzeit tritt allerdings ein Fehler auf: Der Schädling kann nicht auf dem Gerät installiert werden. 

Laut Expertenmeinung ist jedoch davon auszugehen, dass bald eine ausgereiftere Version der Schadsoftware in Umlauf gebracht wird. In der Folge werden dann voraussichtlich Daten auf dem Rechner verschlüsselt und nur gegen die Zahlung eines Lösegelds wieder freigegeben. 

Eine Behörde würde niemals in dieser Form eine Vorschreibung zusenden. Seien Sie daher vorsichtig beim Erhalt von E-Mails mit unbekanntem Absender und beim Öffnen unbekannter Dateianhänge. Weiters empfiehlt sich ein regelmäßiges Back-up der Daten, wobei das Speichermedium nach der Verwendung stets vom Rechner oder sonstigem Gerät getrennt werden sollte. 

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Datum der Veröffentlichung: 05.07.2017

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