16.06.2017 Hohes Risiko: Updates auch für Windows XP & Vista

Symbolbild Update

Aufgrund der Veröffentlichung kritischer Fehler in den vergangenen Monaten liefert Microsoft jetzt auch Updates für Windows XP und Vista. Die Altbetriebssysteme bleiben aber dennoch unsicher.

Der Support für Windows XP und Windows Vista ist – mit Ausnahme von Sonderbetreuungsverträgen – bereits mit 2014 bzw. April 2017 eingestellt worden. Aufgrund einer besonders hohen Gefahr hat sich Microsoft jedoch jetzt dazu entschlossen, auch für diese Windows-Versionen Patches bereitzustellen. Konkret nennt Microsoft das erhöhte Risiko zerstörerischer Cyberattacken. Mit den Patches sollen die entdeckten Fehler behoben werden – sowohl bei den unterstützen Windows-Versionen, wie zum Beispiel Windows 10, als auch bei Altsystemen. Bei Windows XP und Vista werden zusätzlich auch alte Sicherheitslücken geschlossen.

Die neuen Schwachstellen wurden von der NSA entdeckt und zugehörige Dokumente später von Kriminellen erbeutet. Eine der beschriebenen Schwachstellen wurde für die Verbreitung des Erpressungstrojaners WannaCry benutzt. Sicherheitsexpertinnen und -experten gehen davon aus, dass Hunderttausende oder gar Millionen Systeme angreifbar sind. Gefahren drohen in Form von Keyloggern, die Tastatureingaben ausspähen, Online Banking- oder sonstiger Spyware und eben Kryptotrojanern.

Der Einsatz der alten Betriebssysteme ist Microsoft zufolge jedoch weiterhin unsicher, da nur die gefährlichsten Probleme beseitigt werden. Eine vollständige Fehlerbehebung würden die Updates jedoch nicht liefern. Unternehmen und Organisationen sollten die jetzt bereitgestellten Patches daher nur als Übergangslösung sehen und veraltete Systeme möglichst rasch auf unterstützte Windows-Versionen umstellen.

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Datum der Veröffentlichung: 16.06.2017

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