10.05.2017 Internet Ombudsmann: Abo-Fallen größtes Problem

Symbolbild

Im Jahresbericht 2016 waren Abo-Fallen das häufigste Thema bei den Schlichtungsanträgen. Zum Internetshopping gab es über 2.300 Anfragen.

Mit 32 Prozent von über 3.700 eingebrachten Schlichtungsanträgen waren Abo-Fallen der häufigste Beschwerdegrund beim Internet Ombudsmann, Österreichs wichtigster Informationsplattform zu Internetbetrug. Vor allem Routenplaner-Dienste verlangten nach einfacher Registrierung bei vermeintlich kostenlosen Online-Diensten Geld, ohne dass ein gültiger Vertrag zustande gekommen war.

Außerdem wurde oft aufgrund von Vertragsstreitigkeiten (23 Prozent), Lieferproblemen (9,4 Prozent), Problemen mit der Vertragslaufzeit (8,7 Prozent) und Schwierigkeiten mit dem Rücktrittsrecht (6,7 Prozent) um Schlichtung angefragt. Insgesamt fällt auf, dass der Anteil an Beschwerden über Online-Dienstleistungen (65 Prozent) im Gegensatz zu Warenbestellungen ansteigt. Grund dafür sind die bei Dienstleistungen komplexeren Vertragsverhältnisse.

Insgesamt beträgt die Schadenshöhe der bearbeiteten Fälle im Jahr 2016 rund 1.351.857 Euro. Rund zwei Drittel der insgesamt 3.744 Streitschlichtungsanträge wurden erfolgreich bearbeitet und zugunsten der Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführer abgeschlossen.

Bei 2.323 der beantworteten Anfragen, die keine konkreten Beschwerden gegen ein Unternehmen zum Inhalt hatten, handelte es sich vor allem um Rechtsfragen und Fragen zum Thema Sicherheit bei Online-Einkäufen.

Neben Streitschlichtung und Beratung bietet der Internet Ombudsmann auf der Seite www.watchlist-internet.at umfassende Information zu aktuellen Online-Fallen. 

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Datum der Veröffentlichung: 10.05.2017

Für den Inhalt verantwortlich:
  • A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria