20.04.2017 Finanzverwalter-Job bei Bitlife strafbar

Wer bei der Salzburger Bitlife GmbH, die auf der Webseite bitlife.at Stelleninserate schaltet, einen Job annimmt, macht sich strafbar. Bei der Tätigkeit handelt es sich um Geldwäsche.

Interessentinnen und Interessenten müssen Ihre Namen, Adressen, Staatsbürgerschaft, Geburts- und Kontodaten bekanntgeben. Dazu wird bitlife.at verlassen und ein Google Docs-Formular geöffnet. Die Bewerberinnen und Bewerber erhalten dann ohne weiteres Zutun eine Jobzusage. In der Folge haben sie die Aufgabe, eingehende Zahlungen von Dritten weiterzuleiten. Dadurch soll es angeblich zu einem Umtausch von Bargeld in Bitcoins kommen. Das Geld stammt jedoch von Verbrechen.  

Die Cyberkriminellen hinter bitlife.at inserieren auf Kleinanzeigeplattformen Produkte und geben dafür die Bankverbindung ihrer Finanzdienstleisterinnen und Finanzdienstleister an. Wer den Kaufpreis bezahlt, bekommt jedoch keine Gegenleistung. Und wer als Finanzdienstleister arbeitet, übermittelt gestohlenes Geld weiter. Bitlife versucht auf diesem Weg, sich einer strafrechtlichen Verfolgung zu entziehen. 

Dass es sich bei der Bitlife GmbH um ein Fake-Unternehmen handelt, lässt sich relativ leicht erkennen. Zum Beispiel werden auf bitlife.at kein Impressum und keine Kontaktdaten angegeben. Die Bilder auf der Seite sind von anderen Webseiten kopiert. Das lässt sich durch eine Bildersuche feststellen. Beides – das fehlende Impressum und die gestohlenen Bilder – stellt eine Rechtsverletzung dar. Weiters erhalten Sie ohne Bewerbungsgespräch und sonstiges Zutun eine Jobzusage. Auch dieser Umstand ist äußerst unüblich. Außerdem existiert in Salzburg kein Unternehmen unter dem Namen Bitlife GmbH. Das können Sie zum Beispiel im Branchenbuch der Wirtschaftskammer nachschlagen. 

Fazit: Nehmen Sie keinen Job als Finanzverwalterin bzw. Finanzverwalter bei der Bitlife GmbH an. Sie waschen Geld, machen sich so strafbar und müssen mit Konsequenzen rechnen. Darüber hinaus können die Kriminellen hinter Bitlife Ihre persönlichen Daten auch für andere Verbrechen nützen.  

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Datum der Veröffentlichung: 20.04.2017

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