03.04.2017 Rückblick: Das war der Safer Internet-Aktions-Monat 2017

So viele Anmeldungen von Schulen wie noch nie, mehr involvierte Jugendzentren und noch mehr Kreativität. Die siebte Ausgabe des Safer Internet-Aktions-Monats war ein voller Erfolg: Über 260 Schulen und Institutionen haben sich intensiv mit der sicheren Internet- und Handynutzung befasst – herzlichen Dank!

Auch 2017 war der Safer Internet-Aktions-Monat Februar ein voller Erfolg: Mehr als 260 Schulen aus ganz Österreich haben sich mit tollen Projekten beteiligt und sich dabei intensiv mit dem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien beschäftigt. Der Safer Internet-Aktions-Monat fand heuer bereits zum siebten Mal im Rahmen des Safer Internet Days statt und wurde vom Bildungsministerium (BMBF) unterstützt. Unter allen teilnehmenden Schulen, die ihren Erfahrungsbericht bei Saferinternet.at eingereicht haben, wurden am 30. März vier Schulen sowie ein Jugendzentrum als Gewinner ausgelost.

Immer mehr Volksschulen nehmen teil

Unter den 260 teilnehmenden Schulen waren wieder alle Schultypen, Altersstufen und Regionen Österreichs vertreten. Am häufigsten haben Neue Mittelschulen (127) teilgenommen, aber auch die Zahl der Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Höheren Schulen (95) und vor allem die der Volksschulen (39) ist stark gestiegen. Die diesjährige hohe Anzahl an teilnehmenden Volksschulen ist dabei besonders aufgefallen.

Projektthemen 2017: Fake News, Cyber Mobbing, Videos und Quiz

Die Kreativität und Qualität der durchgeführten Projekte sowie das große Engagement der Schüler/innen und Lehrenden war einmal mehr sehr beeindruckend. Ein klarer Trend des Safer Internet-Aktions-Monats 2017 waren Aktivitäten rund um Falschmeldungen im Internet (Hoax), Bildmanipulation, Cyber Mobbing sowie der verantwortungsvolle Umgang mit WhatsApp & Co. in der eigenen Klasse. Beliebte Tools waren die Videoproduktion, Rätsel (Quiz, Memory) oder auch das Programmieren von eigenen Websites. Dabei wurden die Projekte während des Aktionsmonats nicht nur von Lehrenden, sondern immer häufiger auch von Schulsozialarbeiter/innen initiiert.



Die Schüler/innen der NMSI Kinkplatz haben sich intensiv mit dem Thema „Fake News – was ist wahr, was ist falsch?” beschäftigt und dazu viel Recherchearbeit gemacht.

Volksschule aus Wien gewinnt Medienausstattung im Wert von 5.000 Euro

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im UNIQA Tower in Wien wurden am 30. März 2017 als Abschluss der Aktionsmonats  die Gewinner prämiert. UNIQA unterstützte den Aktionsmonat erstmalig als Saferinternet.at-Sponsor mit dem Hauptpreis und vergab eine Medienausstattung im Wert von 5.000 Euro an die VS Kindermanngasse aus Wien. Die Volksschule hat mit dem Projekt „Wir fühlen uns sicher – im Internet“ mit rund 100 Schüler/innen (sechs Klassen) ein umfassendes Programm auf die Beine gestellt, um die acht- bis zehnjährigen Kinder in den sicheren Umgang mit dem Internet einzuführen. Weiters ging ein ganztägiger Video-Workshop an das BRG Kepler aus Graz sowie jeweils ein Safer Internet-Training zu einem Wunschthema an die Private NMS Zwettl aus Niederösterreich und an die NMSI Kinkplatz aus Wien.

 

Außerdem wurde erstmals ein Preis an eine Organisation der außerschulischen Jugendarbeit verliehen: Ausgelost wurde das Jugendzentrum Margareten aus Wien, welches seinen Schützlingen unter dem Motto „Sei kein Fisch im Netz“ wichtiges Wissen zu Gerüchten und Hass-Postings im Netz vermittelt hat. Auch sie haben ein Safer Internet-Training gewonnen.

Die Gewinner-Projekte 2017

Wir bedanken uns herzlich bei allen teilnehmenden Schulen für die tollen Aktivitäten rund um die sichere Internet- und Handynutzung!

VS Kindermanngasse aus Wien

Titel des Projekts: „Wir fühlen uns sicher – im Internet / Wie können wir das Internet gemeinsam sicherer machen?“: In der VS Kindermanngasse haben sich Lehrende mit den Drittklässlern mit Hilfe der Website www.internet-abc.de ins Thema “Sicheres Internet” eingearbeitet und im Gesprächskreis wichtige Fragen diskutiert. Dabei waren auch die WhatsApp-Klassengruppen ein wichtiges Thema. Mit den vierten Klassen hingegen wurde bereits der “Surf-Schein” absolviert, welcher auf spielerische Art und Weise das Basiswissen zur sicheren Internetnutzung vermittelt. Im Zentrum stand ebenfalls das Thema „Meine Familie und ich im Internet“, wozu in kleinen Gruppen Erfahrungen ausgetauscht wurden. Weiters haben Schüler/innen einen Artikel zu “Falschmeldungen/Hoaxes” von der Pausenzeitung analysiert.

Die VS Kindermanngasse erhält eine Medienausstattung im Wert von 5.000 Euro, zur Verfügung gestellt von Saferinternet.at-Sponsor UNIQA Österreich

Feierliche Gewinn-Übergabe am 30. März 2017 im UNIQA-Tower in Wien. Wir gratulieren ganz herzlich!


BRG Kepler aus Graz 

Titel des Projekts: „Richtiger & sicherer Umgang im www“: In den Klassen eins bis fünf des BRG Kepler wurden unterschiedlichste Workshops zu den Themen Sicherer Umgang mit Internet & Handy (Mit Schul-Peers), Cyber Mobbing (In Kooperation mit der Landeskriminalpolizei Steiermark), Urheberrechten und Gewalt im Netz (In Kooperation mit der ARGE Jugend) durchgeführt. Höhepunkt war eine Abendveranstaltung für Lehrende, Eltern und Schüler/innen mit mehreren Vortragenden  aus den Fachgebieten Extremismus im Internet, Cyber-Mobbing, etc. Die Einladung dazu wurde in fünf unterschiedliche Sprachen übersetzt (siehe Bild rechts), um ein breitergefächertes Publikum anzusprechen.

Das BRG Kepler aus Graz hat einen Videoworkshop zu einem Wunschthema gewonnen.


NMS Zwettl aus Niederösterreich

Titel des Projekts: „Safer Internet - aber sicher”: Der gesamte Februar stand bei der NMS Zwettl im Zeichen von Safer Internet. In allen Unterrichtsfächern, aber speziell im Informatikunterricht, wurden Themen wie z. B. Fake News, Sichere Internetnutzung, Handysicherheit, Soziale Netzwerke, etc. behandelt. Dargestellt wurden ihre Ergebnisse auf kreative Art und Weise – Das Highlight war hier die eigens geschaffene Lernumgebung im Minecraft-Stil (beliebtes Digitales Game), aber auch Videos, Präsentationen mit unterschiedlichen Tools, kleine Lernspielchen, digitale Pinnwände, etc. waren beliebte Werkzeuge. Um diese Vielfalt an Lernprodukten auch präsentieren zu können, wurde ein eigener Blog eingerichtet, in welchem regelmäßig über die Safer Internet-Aktivitäten berichtet wurde.

Die NMS Zwettl aus Niederösterreich hat ein Safer Internet-Training zu einem Wunschthema gewonnen. 

Eine eigene Lernumgebung im Minecraft-Stil? Kein Problem für die NMS Zwettl.

 

NMSI Kinkplatz aus Wien

Titel des Projekts: „Fake News – was ist wahr, was ist falsch? Wie falle ich NICHT auf Falschmeldungen rein?”: Die Hauptthemen der NMSI Kinkplatz waren dabei die Internetrecherche, Textanalyse, kritisches Hinterfragen von aktuellen politischen Themen sowie die Auseinandersetzung von Handwerkzeug zur Mediennutzung. Anhand von ausführlichen Medienanalysen von digitalen und analogen Inhalten haben sich die Schüler/innen intensiv mit Medienkritik auseinandergesetzt und Ihre Beobachtungen dazu in mehreren Gruppendiskussionen besprochen. Gemeinsam wurden Plakate dazu erstellt und den anderen Gruppen vorgestellt.

Die NMSI Kinkplatz aus Wien hat ein Safer Internet-Training zu einem Wunschthema gewonnen.


Jugendzentrum Margareten aus Wien

Titel des Projekts: „Sei kein Fisch im Netz“: Blog-und Photoshop Workshops in Zusammenarbeit mit dem wienXtra Medienzentrum sowie interaktives Gestalten in den Video- und Audiostudios. Als Anlass für die Aktionswoche wurden aktuellen Themen und Problemfelder der Jugendlichen im Umgang mit dem Internet und spezifisch mit Social Media genommen. Wichtig war dabei auch der Blick von außen: wie sehen mich die anderen, wie versuche ich mich darzustellen oder Aufmerksamkeit zu erregen? Schließlich wurde auch die rechtliche Lage von Drohungen und Mobbing angesprochen und Möglichkeiten aufgewiesen, wie man sich gegen solche schützen kann.

Das Jugendzentrum Margareten aus Wien hat ein Safer Internet-Training zu einem Wunschthema gewonnen.

Von den teilnehmenden Schulen wurden rund 80 Erfahrungsberichte zu Projekten und Aktivitäten im Rahmen des Safer Internet-Aktions-Monats eingereicht. Hier finden Sie eine Sammlung aller Erfahrungsberichte von 2017 zum Download (pdf, 23.3 MB).


Weitere Teilnehmer (Eine kleine Auswahl):

  • Die HIB3 Boerhaavegasse hat im Rahmen des Safer Internet-Aktions-Monats “Safer Internet-Peers” zu den Themen Schutz der Privatsphäre, Cyber-Mobbing und Sexualität & Gewalt in neuen Medien ausgebildet, die künftig anderen Klassen als Expert/innen zur Verfügung stehen.
  • An der PVS Zwi Perez Chajes stand das gesamte Schuljahr der 3. und 4. Klassen unter dem Motto „Alles rund ums Internet“. Den Auftakt stellte ein Safer Internet-Workshop mit Barbara Buchegger dar. Anschließend führten alle Kinder über einen Zeitraum von 1 Monat ein Medientagebuch. Anhand der Eintragungen wurden dann für jede Klasse ein für sie passendes Thema ausgesucht, zu dem sie eine Präsentation für Eltern und Mitschüler/innen vorbereiteten. Die 4. Klassen nahmen zusätzlich an einer Projektwoche teil, in der sie einen Stop Motion-Clip zum Thema „Smartphone“ drehten. 
  • Die VS St. Pantaleon nahm den Safer Internet Day zum Anlass allen Schüler/innen einen Überblick über mögliche Risiken und Gefahren im Internet bzw. im Umgang mit digitalen Medien zu geben. Ziel war es, sowohl die Volksschüler/innen als auch deren Eltern für dieses Thema zu sensibilisieren. Unter anderem wurden folgende Themen behandelt: Das Recht am eigenen Bild, Cyber-Mobbing, „Genug ist Genug – Mediennutzungsvertrag“, „Welche Daten darf ich im Internet bekannt geben?“ und „Emojis – wissen wir, was sie bedeuten?“.
  • Mit dem Projekt „Generation Smartphone – Wir wissen wie es läuft“ nahm die NMS Silz-Mötz am Safer Internet-Aktions-Monat teil. Ziel war es, anhand einer selbst gestalteten Umfrage herauszufinden, wie die Schüler/innen ihr Smartphone nutzen und basierend darauf zu reflektieren, worauf es bei der sicheren und verantwortungsvollen Verwendung wirklich ankommt. Zur Veranschaulichung wurden tolle Plakate gestaltet sowie ein Kurzvideo gedreht.
  • Im Rahmen der Projektwoche  „Gemeinsam sicher unterwegs“ beschäftigten sich die Schüler/innen der NMMS Innsbruck mit den Fragen „Wie kann ich Apps sicher nutzen?“ und „Wie kann ich Fake News erkennen?“ In Kleingruppen erarbeiteten sie dazu die Inhalte und gestalteten ein Präsentation, die sie am Ende der Woche der ganzen Schule präsentierten.
  • Mit dem Projekt „Passt’s Passwort“ wollten die Schüler/innen des BG/ORG Dachberg herausfinden, wie viele Schüler/innen und Lehrende ihr Passwort über ein Online-Formular weitergeben. Unter dem Vorwand die Passwörter mit einer Dekodiermaschine auf die Sicherheit prüfen zu wollen, wurde versucht, den Personen ihre Passwörter zu entlocken. Nach einer Woche wurde das Projekt aufgelöst und mit Plakaten darauf hingewiesen, niemals ein Passwort weiterzugeben!
  • Die Schüler/innen der NMS Traundorf setzten sich im Safer Internet-Aktions-Monat mit dem Thema Cyber-Mobbing auseinander: Was ist Cyber-Mobbing? Wer sind die Täter/innen? Was sind mögliche Ursachen? Was kann man tun, um sich gegen Cyber-Mobbing zu wehren? Wohin kann ich mich wenden, wenn ich Unterstützung brauche? Am 07.02.2017 wurden die Projektergebnisse den Eltern und Lehrenden im Rahmen eines Workshops präsentiert.
  • Die Schüler/innen des BRG18 Schopenhauerstraße erstellten im Rahmen ihres Safer Internet Day-Projekts Quartette sowie Kreuzworträtsel zu 10 Safer Internet-Themen.
  • Die NMS Ferlach beteiligte sich klassenübergreifend am Safer Internet-Aktions-Monat, wobei sich jede Klasse einem eigenen Thema widmete. Die ersten Klassen beschäftigten sich mit Do’s & Don’ts im Internet, Apps und digitalen Spielen, die zweiten Klassen mit den Themen Cyber-Mobbing und “Erst denken, dann schreiben, dann posten!”. Chats und Privatsphäre im Internet sowie Clouds waren die Schwerpunktthemen der Drittklässler/innen, während sich die 4. Klassen den Themen Musikdownload, Urheberrecht und Online-Shopping widmete.
  • An der Praxis-HAK Völkermarkt erarbeiteten die Schüler/innen der 12. Schulstufe im Rahmen des Deutschunterrichts sowie in intensiver Eigenarbeit fünf Workshops zu sozialen Netzwerken und Onlinespielen, welche sie anschließend mit mehr als 60 Schüler/innen der 7. Schulstufe durchführten. Gerahmt wurden diese Workshops von einer allgemeinen Einführung, einer Abschlussdiskussion und weiterführenden Informationen für Eltern bzw. Unterstützungsangeboten für die NMS-Schüler/innen.

Alle teilnehmenden Schulen erhalten eine Urkunde.


Weiterführende Links:

Datum der Veröffentlichung: 03.04.2017

Für den Inhalt verantwortlich:
  • Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)